Die Fotografin - William Boyd [Rezension]

17:42:00

Biografie Roman Amory Clay zweiter Weltkrieg Vietnam Krieg EmanzipationKurzmeinung:

Ein großartiges Buch über eine starke Frau. William Boyd versteht es, Fakten und Fiktion zu verweben und erzählt einfühlsam vom spannenden und ereignisreichen Leben der Amor Clay.

Bewertung: 4 Sterne

Klappentext:

Ein Klick, die Blende schließt – der Startschuss zu einem neuen Leben. Mit sieben hält Amory Clay ihre erste Kamera in Händen, eine Kodak Brownie Nummer 2, und mit ihr sind alle Weichen gestellt. Amory Clay, Fotografin, Reisende, Kriegsberichterstatterin. Statt als Gesellschaftsfotografin in London zu reüssieren, lässt Amory alles Vertraute hinter sich und beginnt 1931 ein Leben voller Unwägbarkeiten in Berlin. Ein Berlin der Nachtclubs, des Jazz, der Extravaganz und Freizügigkeit – und der ersten Anzeichen von Bedrohung und Willkür.

Meine Meinung:

Ich habe dieses Buch so gerne gelesen. Die knapp 600 Seiten habe ich innerhalb weniger Tage verschlungen. William Boyd schreibt über das Leben einer starken, selbstbewussten und abenteuerlustigen Frau. Und über ihr Leben gibt es wirklich viel zu berichten. Angefangen als Gesellschaftsfotografin in London, reist sie dann nach Deutschland und besucht Berliner Nachtclubs auf der Suche nach einem Skandal. Ihr Weg führt sie weiter nach New York, Paris, Saigon und schließlich in ein einsames Häuschen an der Küste Schottlands.

All diese aufregenden Episoden aus Amor Clays leben sind so nah und eindrücklich geschildert, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Ich habe Amory gern auf ihren Reisen begleitet, habe mit ihr gelitten, mich mit ihr verliebt, gefreut und war immer gespannt, was das Leben als nächstes für sie bereithält.

William Boyd zeichnet das Porträt einer starken Frau, die mutig ist, für sich einsteht und für ihren Traum kämpft. Zur Zeit des zweiten Weltkrieges war der Beruf des Fotografen, besonders des Kriegsfotografen, immer noch Männerdomäne und Amory Clay muss auf ihrem Weg zu Anerkennung viele Rückschläge einstecken. Doch sie gibt nicht auf. Doch Boyd zeigt auch die verletzliche, unsichere Seite dieser Frau und schafft so ein komplexes und glaubhaftes Bild.

Bereichert wird dieser Roman außerdem durch zahlreiche Bilder, die Amory Clay in ihren jeweiligen Lebensabschnitten aufgenommen hat. Viele Bilder von Soldaten und Kriegen, aber auch Schnappschüsse von Familienmitgliedern und Liebhabern geben dem Leser einen zusätzlichen Einblick und lassen ihn noch tiefer in die Geschichte eintauchen.


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Fazit:

Ein biographischer Roman, spannend, berührend, und sehr unterhaltsam. Diese Lektüre kann ich nur jedem empfehlen.


Verlag: Berlin Verlag
Seiten: 560
Preis: 24,00€ (Hardcover), 19,99€ (eBook), 12,00€ (Taschenbuch)

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Lest ihr auch gerne Biographien oder Bücher, über das Leben interessanter Persönlichkeiten? Wenn ja, habt ihr vielleicht Empfehlungen für mich, welches Buch ich nicht verpassen sollte?

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3 Kommentare

  1. Biografien gehören nur im Ausnahmefall zu meiner Lektüre, aber diese hier klingt so, als ob sie mich interessieren könnte. Eine starke Frau zu einer Zeit, in der es alles andere als selbstverständlich war, sein Leben so zu gestalten, diese Lebensgeschichte lockt mich doch und macht mich neugierig.
    Vielen Dank für diese Buchvorstellung!

    LG Gabi

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    Antworten
    1. Liebe Gabi,
      Also für dieses Buch solltest du unbedingt eine Ausnahme machen. Es ist ja auch ein biografischer Roman und liest sich wirklich sehr gut. Und die Lebensgeschichte ist auch sehr spannend und interessant. Ich kann dir das Buch nur ans Herz legen.
      Liebste Grüße, Julia

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  2. Eine feine Rezi die Lust aufs Buch macht und ein wirklich schönes Bild hast du eingearbeitet *-* Und doch bezweifle ich das mich die Geschichte so in seinen Bann ziehen würde wie dich, aber schön das du so eintauchen konntest.

    Hab einen mukkeligen Abend (=

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