Jugendbuch

Marianengraben – Jasmin Schreiber [Rezension]

Donnerstag, April 23, 2020

Jugendbuch Tod Verlust Depression Roadtrip Alter Familie HumorKurzmeinung: 

Meine hohen Erwartungen an Marianengraben von Jasmin Schreiber wurden leider eher enttäuscht. Statt tiefgreifender Handlung und emotional fordernder Geschichte gibt es stereotype Figuren und eine Geschichte, die zwar zu unterhalten weiß, aber in allzu vorhersehbaren Bahnen verläuft. 

Klappentext:

Paula braucht nicht viel zum Leben: ihre Wohnung, ein bisschen Geld für Essen und ihren kleinen Bruder Tim, den sie mehr liebt als alles auf der Welt. Doch dann geschieht ein schrecklicher Unfall, der sie in eine tiefe Depression stürzt. Erst die Begegnung mit Helmut, einem schrulligen alten Herrn, erweckt wieder Lebenswillen in ihr. Und schließlich begibt Paula sich zusammen mit Helmut auf eine abenteuerliche Reise, die sie beide zu sich selbst zurückbringt – auf die eine oder andere Weise.

Jugendbuch

The Hate U Give (THUG) - Angie Thomas [Rezension]

Sonntag, August 06, 2017

THUG Buchempfehlung Bestseller Leseprobe Buchtipp Buchempfehlung Rassismus PolizeigewaltKurzmeinung:

Ein bewegendes und authentisches Buch über Rassismus und Polizeigewalt in den USA. Ein Jugendbuch, das ich aber auch jedem Erwachsenem empfehlen würde. 

Bewertung: 4 von 5 Sternen

Klappentext: 

Die 16-jährige Starr lebt in zwei Welten: in dem verarmten Viertel, in dem sie wohnt, und in der Privatschule, an der sie fast die einzige Schwarze ist. Als Starrs bester Freund Khalil vor ihren Augen von einem Polizisten erschossen wird, rückt sie ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. Khalil war unbewaffnet. Bald wird landesweit über seinen Tod berichtet; viele stempeln Khalil als Gangmitglied ab, andere gehen in seinem Namen auf die Straße. Die Polizei und ein Drogenboss setzen Starr und ihre Familie unter Druck. Was geschah an jenem Abend wirklich? Die Einzige, die das beantworten kann, ist Starr. Doch ihre Antwort würde ihr Leben in Gefahr bringen...

Meine Meinung: 


Familie

Ich fühle was, was du nicht fühlst - Amelie Fried [Rezension]

Montag, Juni 05, 2017

Leselust Buchtipp Missbrauch Nazi Musik Synästhesie Klavier Erziehung Familie Liebe Kurzmeinung:

Bei diesem Buch bin ich zwiegespalten. Einerseits gibt es sehr interessante und komplexe Charaktere und es werden viele spannende Themen behandelt. Das alles verpackt in einem wunderschönen Schreibstil.
Allerdings wird das zentrale Thema viel zu schnell abgehandelt und zu unreflektiert dargestellt.

Bewertung: 3 Sterne

Verlag: Heyne  ||  Seiten: 400
Preis: 16,99€ (Taschenbuch)

Klappentext:

Die 13-jährige India lebt mit ihren Hippie-Eltern und ihrem Bruder Che in der bürgerlichen Umgebung einer süddeutschen Kleinstadt. Intelligent und mit spöttischem Scharfblick betrachtet sie die Welt der Erwachsenen und durchschaut deren Lebenslügen. Ihr Nachbar, ein Musiklehrer, überredet sie zu Klavierstunden und entdeckt ihre große musikalische Begabung. Während ihre Eltern mit einer Ehekrise beschäftigt sind und Che in die Kriminalität abzudriften droht, entsteht zwischen India und ihrem Lehrer eine einzigartige Verbindung, getragen von der Liebe zur Musik. Doch in einem einzigen Moment zerstört er ihr Vertrauen, und India steht vor einer furchtbaren Entscheidung: Ihr Geheimnis öffentlich zu machen – oder für immer zu schweigen.

Zum Buch:

Die Geschichte wird aus Sicht der 13-jährigen India erzählt. Als Leser merkt man schnell, das India anders ist, als andere Kinder in ihrem Alter. Mit ihren Klassenkameraden kann sie nicht so viel anfangen und zur Beruhigung zählt sie Primzahlen. Ihr Blick auf die Welt ist herrlich klar und schonungslos ehrlich. Sie sieht Sachen, die andere übersehen würden. Auf der einen Seite besitzt sie eine große Empathie und emotionale Intelligenz. Auf der anderen Seite ist sie aber sozial so ungeschickt.
"Ich nahm mein Ausgeschlossenen hin wie eine unheilbare Krankheit und versuchte nichts, um mich bei den anderen beliebter zu machen." (Aus Ich fühle was, was du nicht fühlst von A. Fried, S. 69)
Dabei sehnt sie sich eigentlich danach, einfach dazuzugehören.

Zur Familie gehören außerdem der Künstler Vater, der eigentlich hauptsächlich für seine Kunst lebt und kein echtes Interesse an den anderen zeigt und seine Rolle als Vater nur spielt.
"Er war recht gut, als Vaterdarsteller, und andere ließen sich von ihm täuschen. Aber mir konnte er nichts vormachen, ich spürte sein Inneres Unbeteiligten, die Unsicherheit, das fehlende Interesse."  (Aus Ich fühle was, was du nicht fühlst von A. Fried, S. 10)

Die Mutter ist eine "Suchende" und verbringt ihre Zeit mit Meditation und der Frage nach dem Sinne es Lebens. Sie ist auch viel zu sehr mit sich beschäftigt, um auf die Bedürfnisse ihrer Kinder einzugehen.
"Weil die Momente, in denen sie sich mit mir beschäftigte so selten und deshalb kostbar waren, ließ ich alles mit mir geschehen." (Aus Ich fühle was, was du nicht fühlst von A. Fried, S. 35)
Indias 16-jühriger Bruder Che leidet unter diesen Umständen am meisten. Ihm fehlen Grenzen und Regeln. Er weiß nicht so richtig, wer er ist und wo er hingehört. Er sucht verzweifelt nach Orientierung und versucht, seinen Platz zu finden. Dabei gerät er auf die schiefe Bahn und rutscht vom einen ins andere Extrem.
"Ich spürte schon damals, dass Che um ihre Liebe bettelte die, er -hätte er sie bekommen- wahrscheinlich gar nicht hätte annehmen können."  (Aus Ich fühle was, was du nicht fühlst von A. Fried, S. 39)
Alles in allem also ein eher unkonventionelles Elternhaus, wenn man es nett ausdrücken möchte. Nicht so nett, sprechen manche Nachbarn auch von emotionaler Verwahrlosung.
Neben der Hippie- Familie, wird auch noch die typisch bürgerliche Familie von nebenan portraitiert. Doch die oberflächliche Idylle trügt und auch hier schlummern hinter der heilen Fassade einige Probleme und Konflikte.


Meine Meinung:

In diesem Buch steckt so viel drin und größtenteils hat es mir wirklich unglaublich gut gefallen.
Die Sprache ist wunderschön und es gibt so viele tolle Zitate in dem Buch, dass ich beim Lesen kaum vorangekommen bin, weil ich mir gefühlt jeden zweiten Satz rausschreiben musste.
"Deshalb haben wir euch immer große Freiheit gelassen. Aber Freiheit beinhaltet nicht die Freiheit, andere zu verletzen." (Aus Ich fühle was, was du nicht fühlst von A. Fried, S. 145)

Die Themenvielfalt in dem Buch ist bemerkenswert. Es geht um Familie, Erziehung, Freundschaft und erste Liebe. Aber auch um Kunst, Musik, um Religion und Glauben. Um Emanzipation. Um Synästesie. Aber auch die Aufarbeitung bzw der Umgang mit der Nazi- Vergangenheit wird thematisiert.


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"Die Welt war so viel komplizierter, als sie erschien. Wie konnte man auf den Gedanken kommen, sie in handliche Kästchen zu füllen und Etikette mit der Aufschrift richtig und falsch daraufzulegen?"  (Aus Ich fühle was, was du nicht fühlst von A. Fried, S. 88)

Zwischendurch hat die Geschichte aber leider auch einige Längen. Es gibt ausführliche Schilderungen von Dingen, die für den Verlauf der Handlung nicht unbedingt nötig gewesen wären. Dennoch habe ich auch diese Stellen meist gern gelesen, weil sie eben trotzdem schön geschrieben waren.

-- Achtung, die folgenden Abschnitte könnte kleine Spoiler enthalten-- 
Der "Spoiler" ist aber ein wichtiger Punkt, der mir an dem Buch nicht gefallen hat, deswegen war es für mich wichtig, das hier aufzugreifen und zu besprechen. 

Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass der Klappentext schon viel zu viel von der Handlung verrät. Der Klappentext lässt vermuten, dass der Missbrauch das Hauptthema des Buches sein wird. So ist es aber nicht. Der Missbrauch geschieht erst im letzten Viertel des Buches. Und so kommt es, das man als Leser quasi die ganze Zeit darauf wartet und immer eine dunkle Vorahnung hat. Ich hatte Thema die ganze Zeit im Hinterkopf und habe das Buch nach Hinweisen abgesucht, wann dieser Teil der Handlung wohl geschehen wird.

Wenig Raum für das Hauptthema
Negativ aufgefallen ist mir außerdem, dass der Missbrauch so kurz abgehandelt wurde.
Die buddhistischen Rituale der Mutter werden über mehrere Seiten ausführlich beschrieben, aber der Missbrauch wird in einem Absatz abgehandelt? Bitte was? Ein weiteren Absatz lang hadert India mit sich, in einem weiteren Absatz vertraut sie sich ihren Eltern an. Und das war es dann auch fast schon. Ein so sensibles Thema hätte findet ich eine ausführlichere und komplexere Darstellung verdient. Obwohl die Vorbereitung des Übergriffes schon sehr gelungen war. Man kann den typischen Verlauf erkennen: Das Auserwähltsein, dann einen Pakt schließen, ein Geheimnis haben. Das wird gut dargestellt. Eine ähnlich ausführliche Entwicklung hätte ich mir für den Verlauf nach dem Übergriff gewünscht.
Ich verstehe allerdings nicht, warum man diese Handlung schon im Klappentext andeuten muss, wenn es erstens nicht so relevant für die Handlung ist und zweitens erst so spät im Buch passiert.

Eine fragwürdige Message
Aber am meisten gestört hat mich die Message des Buches. India wird missbraucht, vertraut sich schließlich ihren Eltern an, und die glauben ihr nicht. Niemand glaubt ihr. Schon allein das ist ungeheuerlich. Dann missbraucht der Lehrer auch noch zwei weitere Mädchen, und auch denen wird nicht geglaubt. Sie werden von der Schule geschmissen, während der Lehrer sich bejubeln lässt. Was ist das denn für eine Aussage?
Ich als erwachsene Leserin kann das reflektieren und weiß, dass es in solchen Fällen leider manchmal wirklich so läuft.
Aber was ist, wenn das Buch junge Mädchen lesen, die eine ähnliche Situation erlebt haben? Sollen die sich dann denken, dass es eh nichts bringt, sich jemandem anzuvertrauen, weil ihnen eh niemand glauben wird und es nur negative Konsequenzen für sie haben wird? Also lieber runterschlucken und so tun, als wäre nichts passiert? Das ist nämlich der Eindruck, der in dem Buch vermittelt wird. Und das finde ich wirklich problematisch.
Deswegen kann ich dieses Buch leider nicht uneingeschränkt weiterempfehlen.


Fazit:

Eigentlich ein großartiges Buch, das durch seine schöne Sprache, seine Themenvielfalt und die komplexen Charaktere besticht.
Leider kann ich das Buch dennoch nicht uneingeschränkt weiterempfehlen, da mit dem Thema Missbrauch in meinen Augen nicht sorgfältig genug umgegangen wurde.

Meinen herzlichen Dank an den Verlag und das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar.

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Plauderecke: 

Habt ihr das Buch schon gelesen? Und hat es euch gefallen? Bin ich zu sensibel, was die Umsetzung des Themas Missbrauch angeht, oder seht ihr das auch so? Eure Meinung würde mich wirklich interessieren.


Jugendbuch

Rezension: "Mein bester letzter Sommer" von Anne Freytag

Sonntag, August 07, 2016

Verlag: Heyne 
Seiten: 368
Preis: 14,99€ (Hardcover), 11,99€ (eBook)

Bewertung: 3 von 5 Sternen 

Kurzmeinung: 

Wieder ein viel gelobtes Buch, das mich nicht ganz so begeistern konnte. Die Charaktere waren mit etwas zu platt und die Geschichte hat mich erst weit nach der Hälfte wirklich mitgerissen. Dafür ist der Schreibstil sehr angenehm und das Ende hat mich total umgehauen. 



Klappentext: 

Tessa hat immer gewartet – auf den perfekten Moment, den perfekten Jungen, den perfekten Kuss. Weil sie dachte, dass sie noch Zeit hat. Doch dann erfährt das 17-jährige Mädchen, dass es bald sterben muss. Tessa ist fassungslos, wütend, verzweifelt – bis sie Oskar trifft. Einen Jungen, der hinter ihre Fassade zu blicken vermag, der keine Angst vor ihrem Geheimnis hat, der ihr immer zur Seite steht. Er überrascht sie mit einem großartigen Plan. Und schafft es so, Tessa einen perfekten Sommer zu schenken. Einen Sommer, in dem Zeit keine Rolle spielt und Gefühle alles sind …


Zum Buch: 

Tessa ist ein ganz normales Mädchen. Sie war immer fleißig, gut in der Schule, brav, hat keine Drogen genommen oder Unsinn gemacht. Sie hat mit ihren Freundinnen Pläne für die Zukunft geschmiedet und noch nie mit einem Jungen geschlafen. Sie kann ja schließlich warten, sie hat ja Zeit. Ein durchschnittliches Mädchen. Wäre da jetzt nicht die Gewissheit, dass sie bald sterben muss. Seit sie die schreckliche Nachricht erfahren hat, hat sich alles verändert und Tessa hat sich sehr zurückgezogen. Auch ihre Freundschaften haben gelitten und sind nach und nach in die Brüche gegangen. Auf der anderen Seite ist sie trotzdem noch ein normales Mädchen und macht sich genau wie alle anderen viele Gedanken über sich und die Liebe und verpasste Chancen. Naja, vielleicht macht sie sich ein paar mehr Gedanken als die anderen, denn Tessa ist sehr verkopft. 
Bis sie eines Tages Oskar trifft. Sie sieht ihn das erste Mal in der U- Bahn und verliebt sich auf den ersten Blick. Doch die Begegnung wird zu einer dieser verpassten Chancen. Wie es der Zufall will, bekommen Tessa und Oskar aber eine zweite Chance -und die nutzen sie. Tessa fällt es anfangs sehr schwer, jemanden hinter ihren Schutzwall nah an sich ran zu lassen. Doch der charmante, lebhafte Oskar erobert sich schnell einen Platz in ihrem Herzen. Er möchte ihr einen letzten perfekten Sommer schenken und gemeinsam gehen sie auf eine emotionale Reise mit vielen Hoch- und Tiefpunkten.


Meine Meinung: 

Ja, also dieses Buch hat ja viele Leser sehr begeistert. Ich bin darauf aufmerksam geworden, weil es ständig in meiner Instagram und Twitter Timeline aufgetaucht ist -meist begleitet von Lobeshymnen und Applaus. Das hat mich natürlich neugierig gemacht und ich wollte mir meine eigene Meinung bilden. 
Gut gefallen hat mir der sehr flüssige Schreibstil. Das Buch war schön zu lesen und die Seiten sind schnell nur so dahingeflogen. Außerdem ist das ganze Buch sehr liebevoll gestaltet. Das fängt mit dem hübsch gestalteten Cover an und geht über kleine Zeichnungen am Anfang und Ende der Kapitel bis zu einer Karte der Reiseroute von Tessa und Oksar im Buch. 
Musik spielt in dem Buch eine große Rolle, zum Beispiel wenn Tessa und Oskar sich gegenseitig Lieblingsbands zeigen oder das perfekte Lied für einen Moment finden wollen. Passend dazu wurde extra eine Playlist zum Buch erstellt, die auch auf der Umschlag- Innenseite zu finden ist. Man kann die Liste zum Beispiel auch direkt bei Spotify hören und so beim Lesen die passende Musik genießen. Das hat mir richtig gut gefallen und es ist eine tolle Idee, die das Buch von anderen abhebt. 
Man merkt wirklich, dass sich da jemand viele Gedanken gemacht hat und es ist alles wirklich liebevoll gestaltet. 

Allerdings hat das Buch meiner Meinung nach auch einige Schwächen. Das Thema ist eben ein sehr schwieriges, hat aber auch sehr viel Potential, da es viele essenzielle Fragen aufkommen lässt. Wenn man sich bewusst mit der Endlichkeit der eigenen Existenz beschäftigt, gewinnt alles an Bedeutung und man hinterfragt eigene Entscheidungen. Hätte man sein Leben anders leben sollen? Was ist der Sinn hinter all dem? War es das alles wert? 
Und Tessa macht sich auch ihre Gedanken dazu, allerdings bleibt die Auseinandersetzung mit den Themen für mich manchmal zu sehr an der Oberfläche, so dass nicht das ganze Potential ausgeschöpft wurde. 
Die Situation, in der sich Tessa, ihre Familie und auch Oskar befinden, ist unglaublich schwierig und sensibel. Der drohende Verlust der Tochter, Schwester, Freundin. Abschied nehmen, jemanden gehen lassen. Auch hier wieder unglaublich viel Potential für feine Beobachtungen, große Gefühle und viel Menschlichkeit. Aber auch hier wurde das Potential nicht genutzt. Viele Konflikte werden aufgezeigt und angerissen, aber es fehlt die Tiefe und Komplexität. Entwicklungen der Charaktere passieren viel zu schnell, so dass es für mich umplausibel und nicht echt wirkte. Tessa zum Beispiel ist am Anfang (verständlicherweise) unglaublich wütend, ängstlich, verzweifelt. Das wird auch schön dargestellt, besonders in der Beziehung zu ihrer Mutter. Doch dann trifft sie Oskar und all das verschwindet meiner Meinung nach viel zu schnell und macht Platz für unbeschwerte Leichtigkeit. Ja, zwischendurch hadert sie immer mal wieder mit sich, aber es sind immer die selben Gedanken, die sie denkt. 
Genauso hätte ich Oskar ein breiteres Gefühlsspektrum gewünscht. Er ist meistens der Sunny Boy, der immer geduldig ist und immer alles richtig macht. Ja, auch er hat seine Geschichte und seinen Ballast. Aber es geht mir wieder alles zu schnell und zu einfach in der Beziehungsentwicklung mit Tessa. 
Die Eltern bleiben mir viel zu blass. Der Vater wird immer mit den selben Floskeln beschrieben und aus dem Konflikt mit der Mutter hätte man mehr machen können. 


Fazit: 

Das klingt jetzt alles so negativ, oh je. Dabei ist "Mein bester letzter Sommer" bei weitem kein schlechtes Buch. Wie gesagt lässt es sich toll lesen; es sind teilweise schöne Zitate drin, die man auch gerne zwei- oder dreimal lesen mag. Und während des Lesens haben sich #teskar auch wirklich in mein Herz geschlichen. Das Ende war sehr gut und auch bei mir blieb kein Auge trocken. 
Aber insgesamt hätte die Geschichte einfach noch viel mehr Potential gehabt, mehr echte Menschlichkeit zu zeigen, mehr großes Gefühlsspektrum und Tiefe. 


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Über mich


Hallo, ich bin Julia, 28, und der Bücherwurm hinter dem Blog Leselust.
Seit 2016 blogge ich hier über Bücher, Literaturevents und was mich sonst so beschäftigt.
Ich liebe Bücher, Kaffee, das Meer und Musik.
Wenn ihr mehr über mich wissen wollt, dann schaut bei "Über mich" vorbei oder schreibt mir auch gern. Ich habe immer ein offenes Ohr für euch.