Besondere Beiträge

Die besten Thriller-Reihen

Dienstag, November 13, 2018

Pageturner Bestseller Suspense Krimi Buchtipps Buchempfehlungen
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Wer meinen Blog schon eine Weil verfolgt, der hat vielleicht gemerkt, dass bei mir Thriller einen recht großen Teil meiner gelesenen Bücher ausmachen. Ich liebe es, wenn mich ein spannender Fall so richtig an die Seiten fesselt und ich mit einer coolen Ermittlerin den Hinweisen nachjagen kann, um die Täterin zu überführen.
Und ich dachte, da ist es doch eine gute Idee, wenn ich euch meine liebsten Thriller-Reihen mal etwas vorstelle.
Damit mich eine Reihe richtig begeistert und ich immer auf das nächste Buch hinfiebere, muss vieles stimmen: Die Fälle müssen natürlich spannend und unvorhersehbar sein, aber auch den oder die Ermittler_in muss ich mögen. Mir gefällt es, wenn es neben den abgeschlossenen Fällen pro Buch auch eine Hintergrundgeschichte gibt, die sich über alle Bücher fortsetzt und ich so immer mehr über die Hauptcharaktere erfahren kann. Ein bisschen Humor zwischendurch finde ich auch immer sehr erfrischend.
Und die hier vorgestellten Serien erfüllen viele diese Punkte.

Rezension

Hangman – Daniel P. Cole [Rezension]

Montag, April 16, 2018

Bücherblog Thriller Bestseller Ragdoll Action Kurzmeinung:

Eine etwas enttäuschende Fortsetzung von Ragdoll. Über die bekannten Ermittler habe ich mich gefreut und auch die tolle Mischung aus Spannung und Humor ist in Anklängen wieder zu finden. Die große Begeisterung blieb dieses Mal allerdings aus. Der Fall ist mir zu verworren und will ein bisschen zu viel. Auch der Witz kommt mit hier etwas zu kurz. Insgesamt trotzdem ein guter Thriller, der aber nicht an seinen Vorgänger heranreichen kann. 

Bewertung: nicht ganz 3 Sterne 


Klappentext:

In New York wurde ein Toter an der Brooklyn Bridge aufgehängt, das Wort „Köder“ tief in seine Brust geritzt. Das lässt nur einen Schluss zu: Ein Killer kopiert den berühmten Londoner Ragdoll-Fall. Chief Inspector Emily Baxter wird sofort von den US-Ermittlern angefordert.
In den USA ist der Druck der Medien enorm. Als ein zweiter Toter entdeckt wird, diesmal mit dem Wort "Puppe" auf der Brust, dreht die Presse völlig durch und mit ihr die Internet-Communities.
Baxter und ihre Kollegen von FBI und CIA werden zum Spielball des grausamen Mörders – wer kann seinen Irrsinn stoppen? Und wer hält im Hintergrund die Fäden in der Hand?


Rezension

...und morgen werde ich dich vermissen - Heine Bakkeid [Rezension]

Sonntag, Februar 04, 2018

Leselust Bücherblog Thriller Bestseller Langweilig Klischee Kurzmeinung: 

Dieser Thriller war leider eine Enttäuschung auf ganzer Linie. Ein langweiliger Fall, ein klischeehafter Ermittler und stereotype Charaktere. Von Drogenmissbrauch über Übelkeit bei der Obduktion wurde kein Klischee ausgelassen, dafür fehlte die Spannung. 

Bewertung: 1 Stern


Klappentext: 

Wenn man am Tiefpunkt ist, gibt es nur einen Weg: Hoch, in den Norden.
Thorkild Aske wird aus dem Gefängnis entlassen. Früher war er interner Ermittler bei der norwegischen Polizei und ein gefragter Verhörspezialist, doch dann lief etwas entsetzlich schief. Nun steht er vor dem Nichts. Von Schuldgefühlen und Schmerzen geplagt, lässt er sich von seinem Freund und Psychologen Ulf überreden, nach einem jungen Mann zu suchen: Rasmus Moritzen arbeitete auf einer verlassenen Leuchtturmwärterinsel im nordnorwegischen Meer. Er ist spurlos verschwunden. Ein Tauchunfall, vermutet die örtliche Polizei, für sie ist der Fall erledigt. Doch damit wollen sich Rasmus' Eltern nicht zufrieden geben.
Thorkild macht sich auf in den Norden, wo die Polarnacht anbricht. Bald schon bemerkt er, dass er nicht allein auf der kargen Felseninsel ist. Und als die Herbststürme wüten, wird tatsächlich eine Leiche angeschwemmt. Thorkilds alter Spürsinn erwacht: Denn es handelt sich nicht um Rasmus.



Psychothriller

Woman in cabin 10 - Ruth Ware [Rezension]

Dienstag, Januar 16, 2018

Bücherblog Bestseller Psychothriller Kreuzfahrt Mord
Wie nervig ist das bitte, das jetzt sogar schon auf online Buchcover diese ollen Bestseller Sticker drauf sind?
Und die kann man nicht mal abpulen! ;D 

Kurzmeinung:

Ein spannender Psychothriller auf hoher See. Leider hat mir die Protagonistin absolut nicht gefallen, es gab einige Längen und die große Dramatik am Ende war unnötig. Insgesamt aber dennoch ein sehr guter Thriller, der mich so gefesselt hat, wie lange keiner mehr und mir eine ordentliche Portion Nervenkitzel beschert hat. 

Bewertung: 4 Sterne 


Klappentext:


Wie kann eine Frau verschwinden, die es nie gegeben hat?
Die Journalistin Lo Blacklock nimmt an der Jungfernfahrt eines exklusiven Luxuskreuzfahrtschiffs durch die norwegischen Fjorde teil. Ein wahr gewordener Traum. Doch in der ersten Nacht auf See erwacht sie von einem Schrei aus der Nachbarkabine und hört, wie etwas ins Wasser geworfen wird. Etwas Schweres – wie ein menschlicher Körper. Sie alarmiert den Sicherheitsoffizier. Aber die Nachbarkabine ist leer, ohne das geringste Anzeichen, dass hier jemand wohnte. Die junge Frau aus Kabine 10, mit der Lo noch am Vortag gesprochen hat, scheint nie existiert zu haben.

Rezension

Oxen (Das erste Opfer) - Jens Henrik Jensen [Rezension]

Dienstag, November 07, 2017

Thriller Soldat Trauma Bestseller Spannung Mord Intrigen Kurzmeinung: 

Der erste Band der Oxen Trilogie ist ein gelungener Thriller. Der Einstieg ist zunächst etwas zäh, aber dann konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Besonders gefesselt hat mich der gut recherchierte politische Hintergrund. 

Bewertung: 4 Sterne 

Klappentext:

Niels Oxen, ein hochdekorierter, aber schwer traumatisierter Elitesoldat, zieht sich in einen Wald auf dem dänischen Festland zurück. In der Einsamkeit Jütlands hofft er, seinen inneren Dämonen zu entkommen. Das Gegenteil passiert, als er nach einem nächtlichen Besuch des nahegelegenen
Schlosses Norlund zum Hauptverdächtigen in einem Mordfall wird: Hans-Otto Corfitzen, Ex-Botschafter und Gründer eines einflussreichen Thinktanks, wurde allem Anschein nach auf dem Schloss zu Tode gefoltert.
Oxen beginnt selbst in der Sache zu ermitteln, gemeinsam mit der klugen, unangepassten Geheimdienstmitarbeiterin Margrethe Franck. Die beiden, die ein ähnliches Schicksal teilen, fassen erst allmählich Vertrauen zueinander...
Ein Kampf David gegen Goliath beginnt, denn bei ihren Ermittlungen bekommen es Oxen und Franck mit dem übermächtigen „Danehof“ zu tun, einem Geheimbund, zu dem Corfitzen Verbindungen hatte und der sich als Brutstätte dunkler Machenschaften entpuppt.

Rezension

Das Scherbenhaus - Susanne Kliem [Rant- Rezension]

Freitag, Juli 07, 2017

Kurzmeinung:

Platte Charaktere treffen auf einen unglaubwürdigen, langweiligen und vorhersehbaren Plot. Alles wirkt unecht und konstruiert. Ein Wunder, dass ich bis zum Ende durchgehalten habe. Die Lesezeit kann man besser investieren.

Bewertung: 1 Stern


Klappentext:

Carla Brendel wird seit Monaten von einem Stalker verfolgt, der ihr Fotos mit bedrohlichen Motiven schickt: Menschliche Haut. Ein Messer. Wunden. Aus Angst vor dem Fremden flüchtet sie aus ihrer idyllischen Heimatstadt in Norddeutschland zu ihrer Halbschwester nach Berlin. In Ellens luxuriöser Wohnanlage "Safe Haven", die mit neuesten Sicherheitssystemen ausgestattet ist, fühlt sie sich beschützt. Doch kurz nach ihrer Ankunft verschwindet Ellen spurlos, ihre Leiche wird wenige Tage später aus der Spree geborgen. Ein tragischer Unfall? Oder wissen die anderen Hausbewohner mehr, als sie sagen? Carlas Zweifel wachsen. Sie bleibt und sucht nach der Wahrheit. Dabei merkt sie schnell, dass im "Safe Haven" ganz eigene Regeln und Gesetze herrschen. Und es tödlich enden kann, wenn man zu viele Fragen stellt...

Meine Meinung: 

"Das Scherbenhaus" konnte mich nicht überzeugen.
Die Charaktere sind eindimensional, unauthentisch und uninteressant. Die Bewohner des "Safe Haven" sollen wohl geheimnisvoll und mysteriös wirken. Das gelingt aber leider nicht und es kommt höchstens zu einiger Verwirrung beim Lesen.
Spannung sucht man leider während eines Großteils der Handlung vergeblich. Der Plot ist langweilig und vorhersehbar. Er wirkt komplett konstruiert und das nicht mal gut, sondern sehr unglaubwürdig. Die Ereignisse plätschern nur so vor sich hin.
Auch das Thema Stalking wird eher oberflächlich behandelt und die Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit und Ohnmacht, die ein Opfer empfindet, sind bei mir einfach nicht angekommen.

Was macht einen guten Psychothriller -und so einer möchte dieses Buch ja offensichtlich sein- denn aus? Meiner Meinung nach sind das vielschichtige und komplexe Charaktere, eine dynamische Handlung mit vielen Verwicklungen, Irreführungen und Geheimnissen und eine düstrere Stimmung und rasante Ereignisse, die den Leser atemlos durch die Seiten fliegen lassen.
Nichts davon hat dieses Buch auch nur ansatzweise geschafft und mein Lesevergnügen hielt sich einigermaßen in Grenze, wenn ich es mal nett formulieren soll.


Fazit: 

Schwache Charaktere, langweilige Handlung und vorhersehbare Auflösung. Von der Lektüre von "Das Scherbenhaus" von Susanne Kliem würde ich eher abraten.


Biblio
Verlag: Carl's Books
Seiten: 336
Preis: 14,99€ (Taschenbuch),  9,99€ (eBook)

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Plauderecke: 

Was muss ein Buch für euch unbedingt mitbringen, damit es ein guter Psychothriller ist? 
Und war "Scherbenhaus" auch für euch so eine Enttäuschung?

Rezension

Anonym - Poznanski/ Strobel [Rezension]

Montag, Mai 29, 2017

Rezension Leselust Darknet Killer Spannung Leseprobe Hamburg Kurzmeinung: 

Ein sehr spannender Thriller. Interessante Idee und gelungene Umsetzung. Tolle Ermittler und die Einblicke aus drei Perspektiven machen einen besonderen Reiz aus.

Bewertung: 4 Sterne


Klappentext: 

Du verabscheust deinen Nachbarn? Du hast eine offene Rechnung mit deiner Ex-Frau? Du wünschst deinem Chef den Tod? Dann setze ihn auf unsere Liste und warte, ob die anderen User für ihn voten. Aber überlege es dir gut, denn manchmal werden Wünsche wahr...
Es ist der erste gemeinsame Fall von Kommissar Daniel Buchholz und seiner Kollegin Nina Salomon, und er führt sie auf die Spur des geheimnisvollen Internetforums "Morituri". Dort können die Mitglieder Kandidaten aufstellen und dann für sie abstimmen. Dem Gewinner winkt der Tod. Aber das Internet ist unendlich, die Nutzer schwer zu fassen. Nur der Tod ist ausgesprochen real, und er ist näher, als Buchholz und Salomon glauben...



Zum Buch: 

Die Idee ist so simpel wie brillant: Ein Unbekannter eröffnet ein Internetforum in dem jeder User einen Todeskandidaten nominieren kann und es regelmäßig öffentliche Abstimmungen gibt, wer hingerichtet werden soll. Der Admin der Seite, Trajan, sieht sich als Exekutive und macht Hamburg zu seiner Arena. Dabei versetzt er Hamburgs Bewohner wahlweise in Blutrausch oder Todesangst.
Auf der anderen Seite stehen Kommissar Daniel Buchholz und seine neue Kollegin Nina Salomon, die erst zu Beginn der Ermittlungen aus Bremen zum Team dazukommt. Viel Zeit zum Eingewöhnen hat Nina also nicht, und so kommt es zu einigen Reibereien zwischen ihr und ihren Kollegen.
Zunächst glauben viele bei der Internetseite an einen makaberen Scherz und nehmen die Seite nicht ganz ernst. Doch als die nächste Todesliste veröffentlicht wird, beginnt für die Ermittler ein Wettlauf gegen die Zeit.



Meine Meinung: 

Das Buch hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Neben der interessanten Grundidee des Falls haben mir besonders die verschiedenen Perspektiven gefallen, aus denen man die Geschehnisse geschildert bekommt.
Die Kapitel sind abwechselnd aus der Sicht der Ermittler Nina Solomon und Daniel Buchholz geschrieben.
Aber zwischendurch gibt es auch einige Kapitel aus einer dritten Perspektive, der des Mörders. Das fand ich besonders reizvoll.
Ab und zu habe ich beim Lesen etwas den Faden verloren und war gerade so in die Perspektive von Nina eingetaucht, dass ich beim nachten Kapitel nicht gleich gemerkt habe, dass jetzt ja wieder Daniel erzählt. Aber das bekommt man dann doch recht schnell mit.

Das führt mich dann gleich zu den Charakteren im Buch. Mir waren zwar nicht alle Personen gleich sympathisch, aber sie wurden alle sehr gut eingeführt und ich hatte schnell ein Bild von allen vor Augen, dass dann nach und nach immer komplexer wurde.
Daniel Buchholz und seine Kollegen in Hamburg sind ein eingespieltes Team, Nina Salomon kommt aus Bremen neu ins Team dazu. Mit ihrer rauen, schnippischen Art macht sie sich anfangs nicht gerade Freunde. Besonders der sehr korrekte Buchholz ist zunächst wenig begeistert von seiner neuen Kollegin.
Die Streitereien zwischen den beiden haben aber genau das richtige Maß und nehmen nicht zu viel Platz in der Handlung ein. Im Gegenteil, das Geplänkel lockert die sonst doch sehr dunkle Stimmung angenehm auf und bringt eine kleine Portion Humor in die Ermittlungen.

Der Fall an sich ist absolut spannend und gut erdacht, ohne dabei konstruiert zu wirken. Die Idee ist sowohl interessant, als auch sehr erschreckend. Die Umsetzung ist gelungen und wirkt erschreckend realistisch.
Zufällig habe ich vor kurzer Zeit AchtNacht von Sebastian Fitzek gelesen und rezensiert. Das Buch hat eine ganz ähnliche Thematik, ist in der Umsetzung aber völlig anders. AchtNacht hat mir leider nicht gut gefallen. Wie man die Grundidee aber auch sehr gelungen umsetzen kann, dass zeigen Ursula Poznanski und Arno Strobel in "Anonym" auf beeindruckende Art und Weise. Und für mich war es ein spannendes Erlebnis, zwei Bücher mit so ähnlicher Thematik und doch so unterschiedlicher Umsetzung hintereinander zu lesen.

Anonym hat mir wirklich sehr gut gefallen. Ein weiterer Pluspunkt für mich Persönlich war der Schauplatz Hamburg.
Ich habe beim Lesen mal wieder gemerkt, wie viel es ausmacht, wenn man die Schauplätze der Handlung kennt. Als Hamburgerin habe ich mich immer total gefreut, wenn Orte genannt wurden, die ich kenne. Ich hatte das dann gleich so detailreich vor Augen und konnte mich viel besser in die Szenerie hineinversetzen. Es hat sich irgendwie alles vertraut angefühlt und die Lektüre hat direkt ein bisschen Heimweh nach Hamburg ausgelöst, obwohl die Handlung natürlich alles andere als ein Anreiz ist.


Leselust Buchblog Rowohlt Wunderlich Darknet Mord Spannung Leseprobe



Fazit: 

Ein Thriller, in den man sehr schnell den Einstieg findet und den man dann kaum noch aus der Hand legen mag. Die Idee ist spannend und erschreckend realistisch.
Durch die verschiedenen Perspektiven und die gelungen herausgearbeiteten Charaktere hebt sich das Buch von der Masse ab. Ebenso durch die Zusammenarbeit zweier Autoren an einem Buch. Dieses Experiment ist auf jeden Fall geglückt und ich freue mich schon sehr auf den nächsten Fall von Buchholz und Salomon.


Mein herzlicher Dank an den Verlag für das Bereitstellen des Rezensionsexemplars.

Verlag: Wunderlich (Rowohlt) 
Seiten: 384
Preis: 19,95€ (Hardcover), 16,95€ (eBook)

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Plauderecke: 

Kennt ihr das Buch? Und was sagt ihr zu dieser beängstigenden Idee?
Habt ihr vielleicht auch AchtNacht gelesen und könnt auch ein paar Parallelen ziehen?
Und können euch bekannte Schauplätze in Büchern auch so begeistern?
Ich freue mich auf den Austausch mit euch. :)

Rezension

Ragdoll - Daniel Cole [Rezension]

Freitag, Mai 12, 2017

"Ragdoll - Dein letzter Tag" von Daniel Cole (Ein New-Scotland-Yard-Thriller, Band 1)


Buchtipp Rezension Buchempfehlung spannender Thriller Spannung Leseprobe Kurzmeinung:

Die perfekte Mischung aus Spannung und Humor. Genau so wünsche ich mir einen Thriller.
Das Ermittlerteam hat eine interessante Dynamik und auch jeder Charakter für sich ist faszinierend.
Auch der Fall ist reizvoll und es wird schon im Prolog eine große Spannung aufgebaut. Insgesamt konnte ich dieses Buch kaum aus der Hand legen und habe es regelrecht verschlungen. Allerdings gab es auch hier und da ein paar Stellen, die mich nicht 100 prozentig überzeugt haben. Das tut dem Leseerlebnis insgesamt aber keinen Abbruch und das Ende hat mir auch sehr gut gefallen.

Bewertung: 4,5 Sterne


Verlag: Ullstein
Seiten: 480
Preis: 14,99€ (Taschenbuch), 12,99€ (eBook)


Klappentext:

Der umstrittene Detective William Oliver Layton-Fawkes, genannt Wolf, ist nach seiner Suspendierung wieder in den Dienst bei der Londoner Polizei zurückgekehrt. Wolf ist einer der besten Mordermittler weit und breit. Er dachte eigentlich, er hätte schon alles gesehen. Bis er zu einem grausigen Fund gerufen wird. Sechs Körperteile von sechs Opfern sind zusammengenäht zu einer Art Lumpenpuppe, einer »Ragdoll«. Gleichzeitig erhält Wolfs Exfrau eine Liste, auf der sechs weitere Morde mit genauem Todeszeitpunkt angekündigt werden. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, doch der Ragdoll-Mörder ist der Polizei immer einen Schritt voraus. Und der letzte Name auf der Liste lautet: Detective William Oliver Layton-Fawkes ...



Meine Meinung:

Schon mit mit dem Prolog hat mich dieses Buch gepackt. Er ist nicht aus der Sicht der Ermittler geschrieben, sonder gibt einen anderen Blickwinkel. So bekommt man schnell einen Überblick über die Ereignisse, aber eben trotzdem auch persönliche Eindrücke. Ich war von der ersten Seite an gefesselt.
Nach und nach wird man dann mit dem Ermittlerteam bekannt gemacht -und jeder Ermittler ist eine Type für sich.
Da haben wir zunächst Wolf, den verbitterten Einzelgänger, an dem die letzten Jahre -und besonderes der letzte große Fall- nicht spurlos vorbeigegangen sind.
Dann gibt es die toughe Baxter, die nie um eine Antwort verlegen ist, keinen Schlagabtausch scheut und mit ihrer brüsken Art bloß niemanden zu nah an sich heran lassen will.
Der dritte im Bunde ist Frischling Edmunds. Dies ist sein erster Fall und er wird von den alten Hasen viel verarscht und rumgescheucht. Er lässt sich aber nicht unterkriegen und erkämpft sich mit unermüdlichem Einsatz und guten Instinkten schnell seinen Platz im Team.

Die Dynamik im Team ist spannend und auch das Geplänkel zwischen den Ermittlern ist großartig und erfrischend. Und so ist trotz des spannenden Falls ist immer viel Platz für eine ordentliche Portion Humor. Das bereichert dieses Buch um eine weitere Facette, den man nicht in jedem Thriller findet.
"Da er [Wolf] an jenem Morgen (und auch an allen anderen in den vergangenen vier Jahren) seine Liegestütze vergessen hatte, dachte er..." (aus Ragdoll von Daniel Cole, S. 99)

Eine weitere Besonderheit des Thrillers ist, das auch die Medien hier eine große Rolle spielen. Man begleitet die Reporterin (und Ex- Frau von Wolf) Andrea und bekommt so Einblicke in die Arbeit der Presse und kann einen Blick hinter die Kulissen werfen. Und was da (zumindest in diesem Buch) abläuft, ist wirklich erschreckend. Ich war schockiert über die Skrupellosigkeit der Medien, die keine Moral kennt und für eine hohe Einschaltquote alles tun würde.

 "Ein Mann ohne Feinde ist ein Mann ohne Prinzipien." (S.304) 

Der Fall ist auf jeden Fall sehr spannend und wird nach und nach immer persönlicher. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, was auch an dem sehr flüssigen Schreibstil lag.
Die Weiterentwicklung der Charaktere hat mir auch gut gefallen. Man bekommt als Leser ein immer komplexeres Bild der einzelnen Personen und ihren Beziehungen zueinander.

Absolutes Highlight war aber der trockene, britische Humor.
"Will er fliehen oder sich umbringen?" "Vierter Stock, ich würde sagen fünfzig-fünfzig" (S. 203)


Fazit: 

Mit "Ragdoll" hat Daniel Cole hier einen grandiosen Thriller abgeliefert. Spannend von der ersten bis zur letzen Seite, interessante Charaktere und unerwartete Wendungen. Auch den Schluss fand ich gelungen.


"Zum Schluss wird dir klar [...], dass es keine "Guten" gibt. Es gibt nur solche, die einfach noch nicht weit genug in die Enge getrieben wurden" (aus "Ragdoll von Daniel Cole, S.403)


Rezension Leselust Buchtipp Buchempfehlung Leseprobe



Ausblick:

Auf der Verlagsseite erfährt man, dass "Ragdoll" der erste Band der Reihe "New-Scotland-Yard-Thriller" ist. Band 2 soll wohl im Frühjahr 2018 erscheinen.


Gemeinsam gelesen 

Wie einige von euch ja wahrscheinlich mitbekommen haben, habe ich dieses Buch gemeinsam mit meiner BBF- Crew gelesen. Ausgetauscht haben wir uns auf Twitter unter dem Hashtag #bbfliest. Das hat auch wirklich gut geklappt. Und dadurch, dass ja auch alle anderen Twitter User bei unseren Kommentaren mitlesen konnten, sind so einige witzige Unterhaltungen zustande gekommen.
Das hat auf jeden Fall total viel Spaß gemacht und das Lesen noch mal zu etwas Besonderem gemacht.

Und auch bei der Leserunde von Lovelybooks habe ich mitgemacht und meine Meinung über das Buch auch zum Besten gegeben. Also an Austausch über das Buch hat es mir dieses mal wirklich nicht gemangelt.
Ein riesen Dank noch mal an Lovelybooks für die Überraschungspost. Ich habe mich wirklich wahnsinnig gefreut und was für ein Zufall das war, dass ich mir genau dieses Buch fast auf der Buchmesse gekauft hätte.

Plauderecke 

Dennoch will ich natürlich auch trotzdem noch mit euch über diesen Thriller schnacken. Also: Konnte ich euch mit meiner Rezension ein bisschen neugierig machen? Oder habt ihr Ragdoll auch schon gelesen? Und wenn ja, wie hat er euch gefallen? Und habt ihr unsere #bbfliest Tweets verfolgt?


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Fremdlesen: Weitere Rezensionen zu Ragdoll

Kerstin und Janna von KeJas BlogBuch
Nisnis Bücherliebe
Der Leseratz
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Kitsunebooks





Rezension

AchtNacht -Sebastian Fitzek

Dienstag, Mai 09, 2017

Psychothriller Rezension Leselust Blog Hetzjagd Spannung Buch Kurzmeinung:

Ein Anfang mit Sogfaktor. Danach herrscht leider nur mäßige Spannung. Die Handlung wirkt konstruiert und an den Haaren herbeigezogen. Die Grundidee ist aber sehr interessant.
Gegen Ende wird es dann auch wieder spannender und die Auflösungen ist sehr gelungen.

Bewertung: 2 Sterne

Verlag: Droemer Knaur
Seiten: 416
Preis: 12,99€ (TB), 9,99€ (eBook)

Klappentext:

Es ist der 8. 8., acht Uhr acht.
Sie haben 80 Millionen Feinde.
Werden Sie die AchtNacht überleben?

Stellen Sie sich vor, es gibt eine Todeslotterie.
Sie können den Namen eines verhassten Menschen in einen Lostopf werfen.
In der „AchtNacht“, am 8. 8. jedes Jahres, wird aus allen Vorschlägen ein Name gezogen.
Der Auserwählte ist eine AchtNacht lang geächtet, vogelfrei.
Jeder in Deutschland darf ihn straffrei töten - und wird mit einem Kopfgeld von zehn Millionen Euro belohnt.

Das ist kein Gedankenspiel. Sondern bitterer Ernst.
Es ist ein massenpsychologisches Experiment, das aus dem Ruder lief.
Und Ihr Name wurde gezogen!

Meine Meinung:

Der Klappentext klingt so spannend, da war ich sofort neugierig. Und was für eine gruselige, aber zugleich faszinierende Idee -eine Todeslotterie. Wer würde bei so etwas mitmachen, wer würde so etwas glauben?
Ein Ansatz mit viel Potential, das leider nur ansatzweise ausgeschöpft wurde.

Der Anfang ist noch ziemlich gut. Man findet leicht in die Geschichte hinein und ist sofort neugierig, was wohl passieren wird.
Doch schon nach dem ersten Viertel lässt das Buch dann deutlich nach.
Die Charaktere sind leider nicht sehr interessant und auch die Handlung dreht sich irgendwie im Kreis.
Der arbeitslose Ben wird von der Todesfee als AchtNächter bestimmt. Ebenso wie die Psychologiestudentin Arezu.
Ben war mir von Anfang an nicht sehr sympathisch und ist für mich die ganze Zeit irgendwie blass geblieben. Ein komplexer Charakter sieht anders aus.
Da hatte die junge Arezu mit ihren Narben und Geheimnissen schon mehr Ecken und Kanten zu bieten. Aber auch ihr fehlt irgendwie die Tiefe und sie hat mich einfach nicht berührt.
Die Bösewichter sind da schon um einiges Interessanter gewesen und von ihnen konnte ich mir viel besser ein Bild machen. Da kam bei mir als Leser mehr an; da haben sich bei mir teilweise richtig die Nackenhaare aufgestellt, bei so viel Kaltblütigkeit.

Zwischendurch hat der Handlung dann leider die Spannung komplett gefehlt, denn es drehte sich viel im Kreis. Ben und Arezu auf der Flucht vor dem Mob. Sie fliehen mal hierhin und mal dahin. Aber sehr abwechslungsreich oder aufregend fand ich das nicht. Teilweise musste ich mich zwingen weiterzulesen. Das sollte eigentlich bei keinem Buch so sein, aber erst recht nicht bei einem Thriller.
Herr Fitzek bedient sich außerdem einige Male beim beliebten Schema F. Das kann man mal machen, sehr zur Spannung beitragen tut das aber leider nicht.

Auch der Schreibstil konnte mich nicht überzeugen. Da gab es viele Phrasen, überflüssige Einschübe in unnötigen Klammern. Oder Stilperlen wie diese:
"Dafür war seine innere Lebensuhr zurückgestellt; von Sommer- auf Verzweiflungszeit." (AchtNacht, S. 338)
Und auch einige logische Fehler sind mir beim Lesen störend aufgefallen. Das hätte ich vom sogenannten "Meister des Wahns" nicht erwartet.

Lichtblicke waren aber die psychologischen Betrachtungen des Grundszenarios. Wie sich die Idee der Todeslotterie verbreitet. Wie sich ein Mob bildet, welche Legitimierung sie für ihr Verhalten finden. Wie weit der einzelne rechtschaffene Bürger gehen würde.
Auch das Verbreiten von Gerüchten um die Gejagten und die regelrechte Diffamierung von Ben sind sehr interessant und auch glaubwürdig dargestellt. Das hat bei mir als Leserin dann auch Gefühle ausgelöst. Ich wurde wütend ob dieser Ungerechtigkeit, diesen teils offensichtlichen Falschmeldungen, die von der Masse trotzdem geglaubt wurden und denen Ben als Beschuldigter wenig entgegenzusetzen hatte. Wie solche Geschichten im Netz ein Eigenleben entwickeln können.
Da konnte ich wirklich mitschwingen und war ganz in der Geschichte drin, was sonst leider eher selten der Fall war.

(Achtung: Bezug aufs Ende. Wer da empfindlich ist wegen Spoilern, bitte überlesen)
Zum Ende hin nimmt die Geschichte dann aber noch mal richtig Fahrt auf und überrascht mit einigen cleveren Wendungen.
Die Auflösung hat mir auch gut gefallen und war durchaus glaubwürdig. Es bleiben keine Fragezeichen übrig und die Geschichte findet einen guten Abschluss.

Leselust Rezension Buchempfehlung Leseprobe Jagd

Fazit:

Ein nur mäßig spannender Thriller mit an den Haaren herbeigezogenem Plot und einigen logischen Fehlern. Auch die Charaktere sind eher einfach und es fehlt die Nähe zum Leser.
Die Grundidee ist aber sehr interessant und daraus ergeben sich auch teilweise spannende Betrachtungen. Auch Die Auflösung ist gelungen und das Ende hat mir sehr gut gefallen.


AchtNacht war mein erstes Buch von Fitzek und nach all den Lobeshymnen und der Begeisterung über diesen Autor, hatte ich eigentlich mehr erwartet.
Allerdings gebe ich den Autor noch nicht so schnell auf und versuche es demnächst mal mit einem seiner früheren Werke. Hoffentlich gefällt mir das dann besser und kann die hohen Erwartungen erfüllen, die mit dem Namen "Fitzek" verbunden sind.



Mein herzlicher Dank gilt dem Verlag für das Bereitstellen eines Rezensionsexemplars.


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Weitere Rezensionen zu AchtNacht:

Plauderecke:

Sind unter euch wahre Fitzek Fans? Dann empfehlt mir doch bitte ein Buch von ihm, auf das es mich eure Begeisterung teilen lässt.
Und wie hat euch das Buch gefallen? Wart ihr auch enttäuscht?


LBM

Selfies - Jussi Adler-Olsen (Mørck #7) [Rezension + Treffen mit dem Autor]

Dienstag, April 11, 2017

dtv Carl Mørck neuer Band Thriller Mord Kurzmeinung: 

Zwei alte Fälle, zwei neue Fälle und ein Blick in Roses Seelenleben.
Der Autor nicht in Topform und das Buch nicht so spannend, wie gewohnt. Dennoch ein solider Thriller mit starkem Fokus auf die Täter und ihre Motive.

Bewertung: 3 Sterne

Verlag: dtv
Seiten: 576
Preis: 23,00€ (Hardcover), 19,99€ (eBook)



Klappentext: 

Vizepolizeikommissar Carl Mørck wird zur Aufklärung eines brutalen Todesfalls von der Mordkommission in Kopenhagen hinzugezogen. Wie sich herausstellt, gibt es eine Verbindung zu einem mehrere Jahre zurückliegenden und ausgesprochen brisanten cold case, aus dem sich schwerwiegende Konsequenzen für die aktuellen Ermittlungen ergeben. Ausgerechnet jetzt geht es Carls Assistentin Rose sehr schlecht. Sie wird von grauenhaften Erinnerungen aus ihrer Vergangenheit heimgesucht. Rose kämpft mit aller Macht dagegen an – und gegen das Dunkel, in dem sie zu ertrinken droht. Welche Rolle spielen die jungen Frauen Michelle, Jasmin und Denise, die sich zu einem starken und hochexplosiven Kleeblatt verbündet haben?


Zum Buch: 

Die Handlung des Buches kurz zusammenzufassen gestaltet sich hier schwieriger, als sonst, denn es wird in vier Fällen parallel ermittelt und dann gibt es auch noch den Handlungszweig um Rose.
Ich versuche es trotzdem mal in aller Kürze.

Fall 1, der alte Fall: 
Eine Grundschullehrerin wird mit einem stumpfen Gegenstand geschlagen und durch Genickbruch getötet.

Fall 2, der aktuelle Fall, mit Parallelen zu Fall 1: 
Eine ältere Dame wird im Park erschlagen. Auch sie stirbt an dem Schlag ins Genick. Außerdem findet man an ihr Urinspuren.

Fall 3:
Eine Reihe junger Frauen werden überfahren. Der Täter begeht jedes Mal Fahrerflucht.

Fall 4:
Der kommt erst sehr viel später ins Spiel und dazu möchte ich nichts sagen, um nicht zu viel zu verraten.

Fall Rose:
Rose kämpft immer noch mit dem letzten Fall des Teams, der dunkle Erinnerungen in ihr wachgerufen hat. Ihre eh schon angeschlagene Psyche verkraftet das dann nicht mehr und so kommt es zu ihrem Zusammenbruch.


Irgendwie spielt der zweite Weltkrieg auch noch eine Rolle. Und das Sozialamt. Und mit Hardy geht es natürlich auch noch weiter. Außerdem wirft Mona Carl zwischendurch ganz schön aus der Bahn. Und auch andere alte Bekannte tauchen wieder auf.

Man sieht schon, dass Sonderdezernat Q hat hier wirklich viel zu tun. Und Carl, Assad und Gordon müssen dieses Mal auch noch auf die Unterstützung von Rose verzichten. Und als wäre das alles nicht schon schlimm genug, müssen sie sich auch noch mit einem aufdringlichen Reporter-Team vom Fernsehen herumschlagen.

Spannung Mord Carl Mørck LBM Lesen Rezension Leselust Blog

Meine Meinung: 

Mit den vier verschiedenen Fällen und dem Fokus auf Rose hat der Autor es in diesem Band etwas zu gut gemeint, finde ich. Nimmt man dazu auch noch die vielen kleinen Nebenschauplätze, dann ergibt sich für den Leser ein etwas unübersichtliches Gespann vieler Handlungsstränge, die irgendwie auch noch alle miteinander verknüpft sind. Das muss man dann erstmal für sich entwirren und durchschauen, so dass die Spannung nicht so richtig aufkommen will. Ich muss leider sagen, dass dieser Band der erste aus der Reihe war, der mich nicht absolut fesseln konnte.

Schade fand ich auch, dass bei dem Fahrerflucht- Fall schon so früh klar war, wer dahinter steckt. Das war der eh schon wenig vorhandenen Spannung nicht grade zuträglich.
Zwar ist der starke Fokus auf die Täter und ihre Vergangenheit, ihre Motive mal ganz interessant, hat mir aber im Verlauf des Buches zu sehr Überhand genommen. Am Ende war ich von den ewig gleichen Gedanken der Täter eher genervt. Besonders schade auch, dass es dafür weniger Platz für die Zankereien der Keller- Bewohner Carl und Co gab.

Auch die Verknüpfungen der Fälle wirkten an mancher Stelle ein bisschen zu gewollt und dadurch unglaubwürdig. Kommissar Zufall hat hier ab und zu eine zu große Rolle gespielt. Wirklich schade, denn das der Autor gut konstruierte Fälle und schlaue Auflösungen entwickeln kann, hat er schon wiederholt bewiesen.

In "Selfies" steht neben den Ermittlungsarbeiten die Entwicklung des Charakters "Rose" im Vordergrund. Die Idee, den drei Protagonisten je einen Band zu widmen, finde ich richtig gut. Allerdings geht Rose Geschichte in dem Fälle- Wirrwarr leider etwas unter. Dabei hätte "der Fall Rose" großes Potential gehabt. Leider wurde das nicht voll ausgenutzt.
Dennoch, die Idee ist gut und die Umsetzung auch nicht schlecht. Schon in den letzten Bänden gab es ja zahlreiche Andeutungen und Roses merkwürdiges Verhalten ist dem aufmerksamen Leser nicht verborgen geblieben. Immer wieder ist Rose "verschwunden" und in die Rolle der Yrsa geschlüpft. In "Selfies" erfahren wir die Hintergründe dazu. Wir tauchen ein in Roses düstere Kindheit und erkennen nach und nach die Dämonen, die sie seit dem begleiten. Dieser Ausflug in Roses Innenwelt war wirklich sehr spannend und hätte für mich gerne noch mehr Raum einnehmen dürfen.

Einer der Gründe warum ich die Reihe so gerne lese, ist die Interaktion zwischen den Charakteren. Jeder Ermittler ist ein ganz besonderer Typ, hat seine Ecken und Kanten und Eigenarten. Da ist der grummelige Carl, Assad mit seinem klebrigen Tee und seinen Kamel- Vergleichen. Der etwas unbeholfene Gordon. Das Geplänkel zwischen den Ermittlern bringt Witz in die Spannung der Fälle. Das gefällt mir bei Thrillern immer sehr gut, wenn es zwischendurch auch ein paar heitere Momente gibt. Und von denen gibt es in diesem Band auch wieder welche. Vielleicht nicht ganz so viele, wie in den letzten Fällen. Aber da sind sie dennoch und ich habe die Entwicklungen um das Q-Team auch dieses mal wieder gerne verfolgt.

Fazit: 

Für mich der schwächste Band der Reihe. Dennoch ein solider Thriller und für Fans von Carl und Co ein Muss. Ich freue mich jetzt schon auf das nächste Buch und hoffe, dass Adler-Olsen dann wieder zu seiner gewohnten Form zurückfindet.


Mein herzlicher Dank an den dtv Verlag für das Rezensionsexemplar und die Einladung zum Treffen mit dem Autor.

LBM17 Selfies Thriller dtv Leselust Rezension

Meet & Greet mit Jussi Adler Olsen

Auf der Leipziger Buchmesse 2017 durfte ich den Star-Autor in kleiner Runde persönlich kennenlernen. Schon Wochen vorher war ich super aufgeregt und voller Vorfreude, einem meiner liebsten Thriller- Autoren tatsächlich persönlich begegnen zu können. Was für eine tolle Chance.
Der berühmte Däne war mir sofort sympathisch. Völlig bodenständig erzählt er witzige Anekdoten aus seinem Leben und lässt erst gar kein Gefühl von Distanz aufkommen. Das hätte bei so einem erfolgreichen Mann ja durchaus auch anders sein können. Mein Herz vollkommen für sich gewonnen hat er dann mit der Bemerkung, wie wichtig Blogger für die Buchbranche und für ihn als Autor seien, und dass er die Arbeit wirklich zu schätzen wisse. Aw, Danke Jussi! Wir lieben dich auch! :)
Adler-Olsen erzählt uns dann, wie er beim Schreiben vorgeht. Das wichtigste sei, sich nicht ablenken zu lassen. Am Besten solle man vor und während des Schreibens nichts essen und trinken, denn "You can't write with a full bladder". Ok, werde ich mir merken. Sagte sie, während sie beim Schreiben ihrer Rezension genüsslich an ihrem Tee nippte... Aber ich schweife ab.
Der Autor lässt uns dann an seinen Plänen teilhaben, wie es um das Sonderdezernat Q weitergehen soll. Insgesamt sind 10 Bände zu der Reihe geplant, also können wir uns nach Selfies auf noch drei weitere Bücher freuen. Nachdem das aktuelle Buch Rose in den Fokus nimmt, wird sich in Band acht alles um Assad drehen, und Band neun wird Carl gewidmet. Der zehnte und letzte Band ist als großer Abschluss geplant.
Schon beim Schreiben des ersten Falls habe der Autor die anderen neun Bände im Kopf gehabt und es sei immer als ein großes Projekt geplant gewesen. Das finde ich wirklich beeindruckend, von Anfang an einen so großen Plan zu haben. Respekt.
Adler- Olsen erzählt dann noch einiges zu dem aktuellen Buch, aber auch Geschichten aus seiner Kindheit oder von der Arbeit an seinem ersten Buch.
Viel zu schnell vergeht die Zeit mit ihm und dann heißt es auch schon Abschied nehmen. Natürlich nicht, ohne sich noch das Buch signieren zu lassen und, wie sollte es anders sein, ein Selfie zu machen.

Sonderdezernat Q Mørck 7 Buchmesse Leipzig Thriller
Ähm, ich will ja nicht angeben, aber Jussi Adler-Olsen hat ein Herz in mein Buch gemalt! 


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Plauderecke

Kennt ihr die Reihe um Sonderdezernat Q? Und habt ihr Selfies schon gelesen?
Was macht ihr, wenn euch der neue Band einer sonst tollen Reihe nicht gefällt? Hört ihr dann auf, oder hofft ihr, dass der nächste Band wieder besser wird?

Über mich


Hallo, ich bin Julia, 28, und der Bücherwurm hinter dem Blog Leselust.
Seit 2016 blogge ich hier über Bücher, Literaturevents und was mich sonst so beschäftigt.
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