Humor

Er ist wieder da – Timur Vermes [Rezension]

Mittwoch, Oktober 10, 2018

Hitler Propaganda Humor Satire Nazis Bestseller Kurzmeinung: 

Was wäre wenn... Hitler wieder leben würde –und zwar in der heutigen Zeit? Interessantes Gedankenexperiment, dass ich in seiner Darstellung aber nicht sehr gelungen finde.

Klappentext:

Sommer 2011. Adolf Hitler erwacht auf einem leeren Grundstück in Berlin-Mitte. Ohne Krieg, ohne Partei, ohne Eva, dafür unter Tausenden von Ausländern und Angela Merkel. 66 Jahre nach seinem vermeintlichen Ende startet er gegen jegliche Wahrscheinlichkeit eine neue Karriere im Fernsehen. Dieser Hitler ist keine Witzfigur, sondern erschreckend real. Und das Land, auf das er trifft, ist es auch: zynisch, hemmungslos erfolgsgeil und vollkommen chancenlos gegenüber dem Demagogen und der Sucht nach Quoten, Klicks und »Gefällt mir!«-Buttons.

Rezension

Einsame Schwestern – Ekaterine Togonidze [Rezension]

Samstag, Oktober 06, 2018

Georgien siamesische Zwillinge Misshandlung Zirkus Liebe Isolation Behinderung"Wo würde ich hinlaufen, wohin würde ich vor meiner Schwester fliehen? Oder vor mir selbst? Wie sieht das Leben aus, wenn man keine Gefangene ist?" (Aus "Einsame Schwestern, S. 113)

Kurzmeinung:

Ein starkes Debüt aus Georgien. Ekaterine Togonidze erschafft mit Einsame Schwestern einen besonderen Roman mit außergewöhnlichen Protagonistinnen und einer außergewöhnlichen Erzählart. Die Geschichte der siamesischen Zwillinge Diana und Lina ist erschütternd und ergreifend. Ein besonderes Buch, das sich zu lesen lohnt.


Klappentext:

Die siamesischen Zwillinge Lina und Diana sterben unter mysteri­ösen Umständen. Erst danach erfährt ihr Vater Rostom von deren Existenz, und dann, Seite für Seite, über das Leben seiner Töchter und deren unterschiedliche Persönlichkeiten in ihren ergreifenden Tagebucheinträgen.
Die beiden gegensätzlichen Stimmen zeichnen ihre außergewöhnlichen Er­­fahrungen als zwei getrennte Personen auf, die sich einen Körper teilen müssen. Bis ins Teenager-Alter werden die verletzlichen Zwillinge von der Außenwelt verborgen und von der Großmutter umsorgt, die darum kämpft, die beiden in einem verarmten post­sowjetischen Georgien zu beschützen – einer Gesellschaft mit wenig Mitgefühl für Behinderte. Nachdem die Großmutter stirbt, sind Lina und Diana wehrlos und fallen jeder Art von Misshandlung zum Opfer. Sie werden sexuell und psychisch missbraucht, sie werden gezwungen, als Freaks im Zirkus zu arbeiten.
Von der Taille abwärts verbunden, bleibt den Schwestern als einziger Rück­zugsort die Welt ihrer Tagebücher: Lina, unbeschwert und glücklich, ist fähig, sich zu verlieben, schreibt Gedichte, hat eine optimistische und romantische Seele und erfreut sich an den kleinen Dingen des Lebens. Diana, angespannt und bodenständig, kann ihre Situation nicht akzeptieren.
Nur von der Großmutter unterrichtet und versteckt vor der Außenwelt, erweitern die beiden ihren Wortschatz durch Fernsehsendungen und Blättern in Illustrierten. Die daraus entstehende einfache Sprache in ihren Tagebucheinträgen unterstreicht das Bild der Isolation der Zwillinge und macht diesen einzigartigen Roman authentisch.

Familie

Altes Land – Dörte Hansen [Rezension]

Mittwoch, Oktober 03, 2018

Landleben Dorf Krieg Flucht Buchtipp Kurzmeinung: 

Ein großartiges Buch. In wunderschöner Sprache erzählt die Autorin manchmal mit ironischem aber stets liebevollem Blick von Figuren mit Ecken und Kanten. Vom Leben im Alten Land, von Bioäpfeln, Marmeladekochen, aber auch von Krieg und Flucht. Und von Müttern und Töchtern.
Absolute Leseempfehlung!

Klappentext: 

Zwei Frauen, ein altes Haus und eine Art von Familie
Das „Polackenkind“ ist die fünfjährige Vera auf dem Hof im Alten Land, wohin sie 1945 aus Ostpreußen mit ihrer Mutter geflohen ist. Ihr Leben lang fühlt sie sich fremd in dem großen, kalten Bauernhaus und kann trotzdem nicht davon lassen. Bis sechzig Jahre später plötzlich ihre Nichte Anne vor der Tür steht. Sie ist mit ihrem kleinen Sohn aus Hamburg-Ottensen geflüchtet, wo ehrgeizige Vollwert-Eltern ihre Kinder wie Preispokale durch die Straßen tragen – und wo Annes Mann eine Andere liebt. Vera und Anne sind einander fremd und haben doch viel mehr gemeinsam, als sie ahnen.
Mit scharfem Blick und trockenem Witz erzählt Dörte Hansen von zwei Einzelgängerinnen, die überraschend finden, was sie nie gesucht haben: eine Familie.

Lesemonat

Lesemonat | September

Sonntag, September 30, 2018

Die Zeit rast nur so. Wie kann es bitte sein, dass der September schon wieder vorbei ist? Unglaublich!     Aber bevor ich mich voller Elan in den Oktober stürze, werfe ich wie immer einen Blick auf den vergangenen Monat. 

Was macht der SuB

Im September sind nur zwei Bücher bei mir eingezogen. Vom SuB gelesen habe ich allerdings auch nur zwei. Das macht insgesamt +/– 0 für den SuB.

Rezensionen Buchtipps gelesene Bücher Buchvorstellungen


Gelesen Bücher 

Im September habe ich wieder 10 Bücher gelesen. Das sind insgesamt knapp 3.000 Seiten, also ca. 100 Seiten am Tag. 
Für ein Highlight kann ich mich gar nicht so richtig entscheiden, weil alle Bücher so gut waren, aber so verschiedene Art und Weise. Ein Flop war diesen Monat gar nicht dabei. Was für ein toller Lesemonat! 

Neuerscheinungen

Neuerscheinungen Herbst 2018 | Oktober

Donnerstag, September 27, 2018

Roman Thriller Familie Bestseller Novitäten


Same procedure as every month. Natürlich stelle ich euch auch im September wieder meine Favoriten aus den Neuerscheinungen im nächsten Monat vor.
Der Herbst bietet uns mit seinen langen, verregneten Nachmittagen ja genügend Gelegenheiten für gemütliche Lesezeit –da darf der passende Lesestoff natürlich nicht fehlen. 

Über mich


Hallöchen, ich bin Julia, 25, und der Bücherwurm hinter dem Blog Leselust.
Seit 2016 blogge ich hier über Bücher, Literaturevents und was mich sonst so beschäftigt.
Ich liebe Bücher, Kaffee, das Meer und Musik.
Wenn ihr mehr über mich wissen wollt, dann schaut bei "Über mich" vorbei oder schreibt mir auch gern. Ich habe immer ein offenes Ohr für euch.