Familie

Kurt – Sarah Kuttner [Rezension]

Sonntag, August 11, 2019

Tod des Kindes Verlust Trauer Liebe Beziehung Familie Buchempfehlung

Kurzmeinung:

Eine bewegende Geschichte über Liebe, Trauer, Schmerz, Verzweiflung und die Bedeutung von Familie. Kuttner gelingt es, großes Leid darzustellen, und trotzdem auch viel Humor und Leichtigkeit in die Geschichte zu legen. Große Leseempfehlung, auch wenn es teilweise kein leicht zu lesendes Buch ist. 

Klappentext: 

Von der Suche nach Familie, der Sehnsucht nach dem richtigen Ort und darüber, dass nichts davon planbar ist.
»Ich bin mit zwei Kurts zusammengezogen. Einem ganzen Kurt und einem Halbtagskurt. Jana und Kurt haben sich entschieden, dass sie ihr Sorgerecht teilen, vor allem wenn Kurt schon extra aufs Land zieht. Und so pendelt das Kind nun wochenweise zwischen seinen beiden Oranienburger Zuhauses hin und her: zwei Häuser, zwei Kinderzimmer, unterschiedliche Regeln und alle Menschen, die er liebt. Und dann bin da noch ich.«
Lena hat mit ihrem Freund Kurt ein Haus gekauft. Es scheint, als wäre ihre größte Herausforderung, sich an die neuen Familienverhältnisse zu gewöhnen, daran, dass Brandenburg nun Zuhause sein soll. Doch als der kleine Kurt bei einem Sturz stirbt, bleiben drei Erwachsene zurück, deren Zentrum in Trauer implodiert.
Sarah Kuttner erzählt von einer ganz normalen komplizierten Familie, davon, was sie zusammenhält, wenn das Schlimmste passiert. Sie erzählt von dieser Tragödie direkt und leicht und zugleich mit einer tiefen Ernsthaftigkeit, so einfach und kompliziert, wie nur Sarah Kuttner das kann.


Neuerscheinungen

Neuerscheinungen Herbst 2019 | August (Teil 1)

Montag, August 05, 2019

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Wie jeden Monat präsentiere ich euch neue interessante Bücher aus den Verlagsvorschauen. Heute gibt es eine Liste meiner Favoriten der Neuerscheinungen im August 2019. Von Roman über Thriller bis Sachbuch und Comic ist alles dabei. Ich hoffe also, in der Liste findet sich etwas für jeden Lesegeschmack. 
Noch mehr August-Lesestoff gibt es in ein paar Tagen in Teil 2 des Beitrags. Gibt einfach zu viele spannende Bücher im August, die haben nicht alle in einen Beitrag gepasst. :D 

Ich wünsche euch viel Spaß beim Stöbern. 

Rezension

Mittagsstunde – Dörte Hansen [Rezension]

Montag, Juli 22, 2019


Roman Dorfleben Liebe Einsamkeit Altes Land BuchbesprechungKurzmeinung:

Ein wundervoller, atmosphärischer Roman über das Leben auf dem Dorf, über Liebe, Einsamkeit und das Altwerden. Das alles verpackt in poetischer Sprache, gespickt mit schönen Metaphern und wohlklingenden Sätzen auf Plattdeutsch. Große Leseempfehlung, auch wenn das Buch für mich nicht ganz an das Debüt "Altes Land" heranreichen kann. Aber da liegt die Messlatte auch wirklich hoch.





Klappentext:

Die Wolken hängen schwer über der Geest, als Ingwer Feddersen, 47, in sein Heimatdorf zurückkehrt. Er hat hier noch etwas gutzumachen. Großmutter Ella ist dabei, ihren Verstand zu verlieren, Großvater Sönke hält in seinem alten Dorfkrug stur die Stellung. Er hat die besten Zeiten hinter sich, genau wie das ganze Dorf. Wann hat dieser Niedergang begonnen? In den 1970ern, als nach der Flurbereinigung erst die Hecken und dann die Vögel verschwanden? Als die großen Höfe wuchsen und die kleinen starben? Als Ingwer zum Studium nach Kiel ging und den Alten mit dem Gasthof sitzen ließ? Mit großer Wärme erzählt Dörte Hansen vom Verschwinden einer bäuerlichen Welt, von Verlust, Abschied und von einem Neubeginn.

Feminismus

Alte weiße Männer – Sophie Passmann [Rezension]

Donnerstag, Juni 27, 2019

Bestseller Feminismus Krawatte Interviews Sachbuch Kurzmeinung:

Durch das Buch "Alte weiße Männer" von Sophie Passmann habe ich inhaltlich wenig neues zum Thema Feminismus gelernt. Die Lektüre war dennoch keine Enttäuschung, denn Passmanns Schreibstil hat mir gut gefallen und ihre Analysen sind klug und interessant. Und außerdem schafft sie es, über dieses wichtige und komplexe Thema trotzdem mit viel Humor zu schreiben, ohne es jedoch ins Lächerliche zu ziehen. Eine schmale Gratwanderung, die Passmann sehr gut gelungen ist. Allerdings muss gesagt werden, dass die Autorin sich hier ausschließlich den Problemen weißer cis-Frauen annimmt. Von Intersektionalität fehlt hier jede Spur, was ich sehr schade finde.

Klappentext:

Sophie Passmann ist Feministin und so gar nicht einverstanden mit der Plattitüde, der alte weiße Mann sei an allem schuld. Sie will wissen, was hinter diesem Klischeebild steckt und fragt nach: Ab wann ist man ein alter weißer Mann? Und kann man vielleicht verhindern, einer zu werden? Sophie Passmann gehört zu einer neuen Generation junger Feministinnen; das sind Frauen, die stolz, laut und selbstbestimmt sind. Sie wollen Vorstandschefinnen werden oder Hausfrauen, Kinder kriegen oder Karriere machen oder beides. Und sie haben ein Feindbild, den alten weißen Mann. Dabei wurde nie genau geklärt, was der alte weiße Mann genau ist. Eines ist klar: Er hat Macht und er will diese Macht auf keinen Fall verlieren. Doch Sophie Passmann will Gewissheit statt billiger Punch-lines, deswegen trifft sie mächtige Männer, um mit ihnen darüber zu sprechen: »Sind Sie ein alter weißer Mann und wenn ja – warum?« Die Texte, die daraus entstanden sind, gehören zu den klügsten und gleichzeitig lustigsten, die man hierzulande finden kann.
Sophie Passmann war im Gespräch mit:
Christoph Amend, Micky Beisenherz, Kai Diekmann, Robert Habeck, Carl Jakob Haupt, Kevin Kühnert, Rainer Langhans, Sascha Lobo, Papa Passmann, Ulf Poschardt, Tim Raue, Marcel Reif, Peter Tauber, Jörg Thadeusz, Claus von Wagner

Über mich


Hallöchen, ich bin Julia, 25, und der Bücherwurm hinter dem Blog Leselust.
Seit 2016 blogge ich hier über Bücher, Literaturevents und was mich sonst so beschäftigt.
Ich liebe Bücher, Kaffee, das Meer und Musik.
Wenn ihr mehr über mich wissen wollt, dann schaut bei "Über mich" vorbei oder schreibt mir auch gern. Ich habe immer ein offenes Ohr für euch.