Lesemonat | September
Donnerstag, Oktober 03, 2019Nun ist auch schon der September rum. Und ich bin endlich auch mal wieder mehr zum Lesen gekommen. So kann der Herbst gerne weitergehen.
Was macht der SuB
Im September sind 4 Bücher bei mir eingezogen. Vom SuB gelesen habe ich auch 4. Das macht insgesamt -/+0 für den SuB. Nicht ideal, aber ich will mal nicht klagen.Gelesene Bücher
Im September habe ich endlich mal wieder etwas mehr gelesen, und zwar 7 Bücher.
Mein Highlight war "Herr Sonneborn geht nach Brüssel", aber auch "Das Licht ist hier viel heller" fand ich richtig gut. Absoluter Flop waren für mich "Der Fönig" und "GRM".
1. Wir von der anderen Seite – Anika Decker

Klappentext:
Als Rahel Wald aus einem heftigen Fiebertraum erwacht, versteht sie erst mal gar nichts. Wo ist sie, warum ist es so laut hier, was sind das für Schläuche überall? Nach und nach beginnt sie zu verstehen: Sie ist im Krankenhaus, sie lag im Koma. Doch richtig krank sein, hatte sie sich irgendwie anders vorgestellt: feierlicher, ja, heiliger. Als Komödienautorin kennt sich Rahel durchaus mit schrägen Figuren und absurden Situationen aus, aber so eine Reise von der anderen Seite zurück ins Leben ist dann doch noch mal eine eigene Nummer. Vor allem, wenn der Medikamentenentzug Albträume und winkende Eichhörnchen hervorruft. Zum Glück kann sie sich auf die bedingungslose Unterstützung ihrer verrückten Familie verlassen, die immer für sie da ist. Und noch etwas wird Rahel immer klarer: Ihr Leben ist viel zu kostbar, um es nach fremden Erwartungen auszurichten. Von jetzt an nimmt sie es selbst in die Hand.
2. Mängelexemplar – Sarah Kuttner

Klappentext:
Karo lebt schnell und flexibel. Sie ist das Musterexemplar unserer Zeit: intelligent, liebenswert und aggressiv, überdreht und traurig. Als sie ihren Job verliert, ein paar falsche Freunde aussortiert und mutig ihre feige Beziehung beendet, verliert sie auf einmal den Boden unter den Füßen. Plötzlich ist die Angst da. Dem Wahnwitz unserer Gegenwart zwischen Partylaune und Panikattacke gibt Sarah Kuttner eine Stimme: vom Augenzwinkern zum Ernstmachen, vom launigen Plaudern zur bitteren Selbstkritik. Lustig und tieftraurig, radikal und leidenschaftlich erzählt sie von dem Riss, der sich plötzlich durch das Leben ziehen kann.
3. Das Licht ist hier viel heller – Mareike Fallwickl

Klappentext:
Maximilian Wenger war einer der Großen, ein Bestsellerautor, ein Macher. Jetzt steht er vor einem Scherbenhaufen: Niemand will mehr seine Romane lesen, und seine Frau hat ihn gegen einen Fitnesstrainer eingetauscht. In einer kleinen Wohnung unweit von Salzburg verkriecht er sich vor der Welt.
Wengers achtzehnjährige Tochter Zoey plant ihre Zukunft nach ganz eigenen Vorstellungen. Schnell merkt sie, dass sie dabei an ihre Grenzen stößt – und das Erwachsenwerden mit Schmerz verbunden ist.
Dann bekommt Wenger diese Briefe. Obwohl sie an seinen Vormieter adressiert sind, öffnet er sie, und es trifft ihn wie ein Schlag: Sie sind brutal und zart, erschütternd und inspirierend. Wer ist die geheimnisvolle Fremde, die von flüchtigem Glück, Verletzungen und enttäuschter Hoffnung erzählt? Was Wenger nicht weiß: Auch Zoey liest heimlich in den Briefen. Sie hat etwas erlebt, das sich in diesen wütenden Worten spiegelt. Beide, Vater und Tochter, werden an einen Scheideweg geführt, an dem etwas Altes endet und etwas Neues beginnt.
4. Die ewigen Toten (David Hunter #6) – Simon Beckett

Insgesamt aber trotzdem ein solider Thriller und durch den Schwerpunkt auf die forensische Anthropologie auch immer noch etwas besonderes.
Klappentext:
Im 6. Teil der Bestsellerreihe um David Hunter ermittelt der forensische Anthropologe in einem verlassenen Krankenhaus mit schreckensreicher Vergangenheit.
Nur Fledermäuse verirren sich noch nach St. Jude. Das Krankenhaus im Norden Londons, seit Jahren stillgelegt, soll in Kürze abgerissen werden. Doch dann wird auf dem staubigen Dachboden eine Leiche gefunden, eingewickelt in eine Plastikhülle. Die Tote, das sieht David Hunter sofort, liegt schon seit langer Zeit hier. Durch das trockene und stickige Klima ist der Körper teilweise mumifiziert.
Als beim Versuch, die Leiche zu bergen, der Boden des baufälligen Gebäudes einbricht, entdeckt der forensische Anthropologe ein fensterloses Krankenzimmer, das nicht auf den Plänen verzeichnet ist. Warum wusste niemand von der Existenz dieses Raumes? Und warum wurde der Eingang zugemauert, obwohl dort nach wie vor Krankenbetten stehen? Betten, in denen noch jemand liegt…
5. Der Fönig – Walter Moers

Klappentext:
Eines Tages erwachte der Fönig zum Gezwitscher einer Fohlmeise, eines Folibris und eines Faninchens, denn in seinem Fönigreich wurden alle Ks durch Fs ersetzt. Dann werden in seinem Fönigreich sämtliche Fs durch Ks ersetzt. Und plötzlich ist Frieg mit Kranfreich! Da können nicht einmal mehr die drei Wünsche helfen, die dem Fönig gewährt werden … Walter Moers stellt in seinem illustrierten Moerschen nicht nur die deutsche Sprache auf den Kopf, sondern auch die gesamte Märchenwelt. In Fönigland, wo die Buchstaben die Plätze tauschen, lauert das Lachen hinter jedem Wort. Einfach umwerfend komisch!
6. Herr Sonneborn geht nach Brüssel – Martin Sonneborn

Klappentext:
Endlich verstehen, wie in Europa Politik gemacht wird.
Das Abenteuer beginnt im Frühjahr 2014. Unerwartet wird der ehemalige Titanic-Chefredakteur Martin Sonneborn ins EU-Parlament gewählt – als einziger Abgeordneter seiner Partei (Die Partei). Und da er schon mal da ist, beschließt er rauszufinden: Wie funktioniert Europa?
Am Anfang ist es wie eine Klassenfahrt für Erwachsene. Europäer mit 24 verschiedenen Muttersprachen treffen aufeinander. Sie kennen sich nicht, sollen aber gemeinsam Politik machen. Und es werden wilde Jahre: Es geht um die Vergrößerung der EU, den Brexit, Datenschutzrichtlinien, die Katalonienkrise und die Beziehungen zu den USA und zu Russland. Politik wird von Menschen gemacht. Von den Fraktionslosen wie dem polnischen Monarchisten, der das Frauenwahlrecht wieder abschaffen will, und Alessandra Mussolini, der Enkelin des Duce, die über Berlusconis legendäre Po-Liste ins Parlament gekommen ist, genauso wie von den Mitgliedern der großen Parteien. Martin Sonneborn begegnet Martin Chulz (bzw. Schulz), Elmar Brocken (Brok), Beatrix von Strolch, Udo Voigt (NPD) und seiner Frau, Manfred Streber (Manfred Weber, CSU, Vorsitzender der Europäischen Volkspartei) und Herbert Reul (neuerdings Innenminister in NRW und ein bisschen dumm), Bernd Lucke, Nigel Farage und Angela Merkel.
Martin Sonneborns Buch ist ein humorvoller Blick hinter die Kulissen des EU-Parlaments. Sein Urteil ist unbestechlich (meistens), und wer das Buch liest, wird sehr viel lachen – und endlich verstehen, wie in Europa Politik gemacht wird.
7. GRM: Brainfuck – Sibylle Berg

Die Brave New World findet in wenigen Jahren statt. Vielleicht hat sie auch schon begonnen. Jeden Tag wird ein anderes westliches Land autokratisch. Algorithmen, die den Menschen ersetzen, liegen als Drohung in der Luft. Großbritannien, wo der Kapitalismus einst erfunden wurde, hat ihn inzwischen perfektioniert. Aber vier Kinder spielen da nicht mit – sondern gegen die Regeln. Und das mit aller Konsequenz. Willkommen in der Welt von GRM.
Sibylle Bergs neuer Roman beginnt in Rochdale, UK, wo der Neoliberalismus besonders gründliche Arbeit geleistet hat. Die Helden: vier Kinder, die nichts anderes kennen als die Realität des gescheiterten Staates. Ihr Essen kommt von privaten Hilfswerken, ihre Eltern haben längst aufgegeben. Die Hoffnung, in die sie sich flüchten, ist Grime, kurz GRM. Grime ist die größte musikalische Revolution seit dem Punk. Grime bringt jeden Tag neue YouTube-Stars hervor, Grime liefert immer neue Role-Models.
Als die vier begreifen, dass es zu Hause keine Hoffnung für sie gibt, brechen sie nach London auf. Hier scheint sich das Versprechen der Zukunft eingelöst zu haben. Jeder, der sich einen Registrierungschip einpflanzen lässt, erhält ein wunderbares Grundeinkommen. Die Bevölkerung lebt in einer perfekten Überwachungsdiktatur. Auf der Straße bleibt nur der asoziale, vogelfreie Abschaum zurück. Die vier Kinder aber – die fast keine Kinder mehr sind –, versuchen außerhalb des Systems zu überleben. Sie starten ihre eigene Art der Revolution.
Neu im Regal
Das Licht ist hier viel heller – Mareike FallwicklHerr Sonneborn geht nach Brüssel – Martin Sonneborn
Das Ting – Artur Dzuik
Hawking – Otttaviani & Myrick
Auf dem Blog
RezensionenIch habe diesen Monat auch wieder etwas rezensiert und verrate euch meine Meinung zu folgenden Büchern:


Mit einem Klick auf das Cover gelangt ihr zur Rezension.
Neuerscheinungen
Wie immer habe ich euch auch wieder die Novitäten aus dem nächsten Monat vorgestellt. Gern könnt ihr im Beitrag zu meinen Favoriten der Neuerscheinungen im Oktober stöbern. Von Roman über Thriller bis Sachbuch ist alles dabei. Der Lesestoff für den Herbst ist also gesichert.
Plauderecke
Was habt ihr diesen Monat denn so gelesen? Was war euer Highlight, was könnt ihr mir empfehlen?Und habt ihr schon eins der Bücher gelesen, die ich hier vorgestellt habe?
3 Kommentare
Huhu meine Feine!
AntwortenLöschenAlso +/- = für den SuB ist doch gut, frag mich mal :D Am 15. kommt unser SuBventur-Update und da platzt schon wieder alles aus allen Nähten *lach
"Mängelexemplar" hatte ich gehört, so genial das die Autorin selbst liest! Von der Verfilmung rate ich ab, leider gänzlich anders als das (Hör)Buch ... und "GRM" habe ich auch abgebrochen, nach etwas mehr als 5 Std. hören. Ich tue mich mit dem Vokabular nicht schwer, aber es wirkt in dem (Hör)Buch so gezwungen und dient nicht der Geschichte.
Mir gefiel "Die ewigen Toten" wieder besser als der vorherige Band, versteh dich aber bezüglich des Endes - bin gespannt ob noch ein Buch um den Protagonist erscheint - aber ich mag auch Becketts Einzelbücher!
Hab einen halloweenischen Oktober (=
Hallo liebe Janna,
LöschenJa, du hast ja eigentlich recht. +/-0 ist gar nicht so schlecht. Aber eigentlich wollte ich den SuB ja mal wieder etwas reduzieren. Von daher...
Na dann warte ich mal sehr gespannt auf eure SuBventur. Bin ja schon neugierig, was so an neuen Büchern einziehen durfte. :)
Danke für den Hinweis. Dann schaue ich mir den Film lieber nicht an.
Ja, das hatte ich beim Lesen auch im Hinterkopf, dass du das Buch auch abgebrochen hattest. Echt schade, dabei hatte ich mich so auf das Buch gefreut.
Ja, den Hunter fand ich ja insgesamt auch echt gut. Nur das Ende eben... Über einen nächsten Band weiß ich nichts, habe aber zumindest nicht gehört, dass der Autor die Reihe einstellen will... Ich lass mich überraschen. ;D Von den Einzelbüchern habe ich bisher tatsächlich noch keinen gelesen. Habe aber bisher hauptsächlich schlechtes darüber gehört, deswegen habe ich mich da bisher eher zurückgehalten.
Wünsche dir einen mukkeligen Oktober mit viel gemütlicher Lesezeit auf dem Sofa.
LG, Julia
Ja ja, der liebe SuB aka RuB :D
LöschenBei der Verfilmung fehlt einfach viel zu viel! Natürlich ist es anders, aber die Feinheiten die das (Hör)Buch ausgemacht haben, lassen sich leider nicht finden.
Ich finde bei diesem Band von Beckett hat er ein Ende verfasst, bei dem es gelungen fies offen bleibt, ob noch ein Band folgt oder nicht. Ich kann dir besonders "Tiere" von ihm empfehlen! Viele mögen seine Einzelbücher nicht, ich kann mir das nicht erklären - seine Kurzgeschichten zur Hunter-Reihe, die sind mies
Einen mukkeligen Oktober dir *Herbstblätter-Rascheln*
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