Humor

Komplett Gänsehaut – Sophie Passmann [Rezension]

Mittwoch, April 21, 2021

Kurzmeinung:

Komplett Gänsehaut von Sophie Passmann ist ein Buch zum so Weglesen. Es ist gut geschrieben, lässt sich flüssig lesen. An der ein oder anderen Stelle musste ich Schmunzeln; das ein oder andere Mal fühlte ich mich wahlweise ertappt oder verstanden. Ansonsten hat es nicht großartig was mit mir gemacht. Aber das ist ja vielleicht auch ok so. 

Humor Gesellschaft Soziologie Millenials bürgerliche Mitte non-fiction


Klappentext:

Nach ihrem vieldiskutierten Bestseller »Alte, weiße Männer« entlarvt Sophie Passmann in ihrem neuen Werk den unerträglichen Habitus einer Bürgerlichkeit, durch die sie selbst geprägt wurde. Eine Passmannsche Suada at its best. Bloß nicht so werden, wie alle anderen um sich herum. Bloß nicht so werden, wie man schon längst ist. Bloß schnell erwachsen werden, um in die transzendentale Form des Verklärens eintauchen zu dürfen, die Jugend als »die beste Zeit des Lebens« zu feiern. Sophie Passmann teilt aus gegen alle, am verheerendsten aber gegen sich selbst und ihresgleichen. Zornig und böse, sanft und lustig zugleich zieht sie uns mit rein ins tiefe Tal der bürgerlichen Langeweile im westdeutschen Mittelstand. Sie geht vehement vor gegen die hedonistische Haltung einer wohlgemerkt nicht homogenen Generation, die ihr selbst nur allzu bekannt ist. Dies ist kein Memoir, kein Roman, keine Biographie, es ist: literarischer Selbsthass. Das finden Sie anmaßend? Genau das ist es und genau das will Sophie Passmann: sich anmaßen, das zu tun, was sie tun möchte. Komplett Gänsehaut einfach!

non-fiction

Deutschland schafft mich – Michel Abdollahi

Samstag, August 22, 2020

Love Drugs Rock'n'Roll Musik 70er Bestseller Hype

Kurzmeinung:

"Deutschland schafft mich. Als ich erfuhr, dass ich doch kein Deutscher bin" von Michel Abdollahi ist ein sehr gutes Buch, das informiert, aufklärt und wachrüttelt.
 

Klappentext:

Von Deutschlands „Super-Vorzeige-Migranten“ zum Hassobjekt der Rechten
Michel Abdollahi ist ein echter „Hamburger Jung“ – so dachte er jedenfalls von sich. Bis die AfD in die Parlamente einzog und die gesellschaftliche Debatte radikal veränderte. Auf einmal sind Menschen mit schwarzen Haaren „Vergewaltiger“ und „Kopftuchmädchen“, jeder Muslim ein „Bombenleger“. Zu Abdollahis Entsetzen werden solche Aussagen auch noch von einem Großteil der
Medien und der demokratischen Parteien diskutiert, was erst recht dazu führt, dass sich der Hass voll entlädt.
Michel Abdollahi erzählt davon, wie ihn sein deutscher Pass und seine scheinbar vorbildliche Integration heute nicht mehr vor rassistischen Übergriffen und Beleidigungen bewahren, zeigt aber auch, dass Aufgeben keine Option ist.


Mental Health

Vielleicht solltest du mal mit jemandem darüber reden – Lori Gottlieb [Rezension]

Freitag, August 07, 2020

Sachbuch non-fiction mental health Therapie Psychotherapie Bestseller 

Kurzmeinung:

"Vielleicht solltest du mal mit jemanden darüber reden" von Lori Gottlieb ist ein großartiges Buch über Psychotherapie und übers Menschsein. Für mich schon jetzt ein Jahreshighlight!

Klappentext:

„Therapie ist wie Pornografie“, schreibt die Psychologin Lori Gottlieb. „Beides setzt eine gewisse Art von Nacktheit voraus. Beides kann großen Nervenkitzel auslösen. Und beides wird von Millionen Menschen in Anspruch genommen, die meisten behalten es jedoch lieber für sich.“

Als Lori Gottlieb sich selbst nach einer Trennung in Therapie begibt, ergeht es ihr ebenso wie ihren Patienten: Sie muss ihre eigenen blinden Flecken erkennen und sich verletzlich machen, um an Trauer, Scham und Schmerz wachsen zu können. Der schwer greifbare Prozess, der in dem intimen Verhältnis zwischen Therapeut und Patient abläuft, hat die Macht uns zu verändern, möglicherweise sogar unser ganzes Leben. Lori Gottliebliefert eine brillante Hommage an
den Menschen in all seinen Widersprüchlichkeiten und einen tiefbewegenden Einblick in alle Aspekte der Psychotherapie. Diese Lektüre lässt einen verändert zurück.

non-fiction

Herr Sonneborn geht nach Brüssel – Martin Sonneborn [Rezension]

Sonntag, November 17, 2019


EU-Parlament Martin Sonneborn Satire Humor Politik Europa Sachbuch Kurzmeinung:

"Herr Sonneborn geht nach Brüssel" ist ein wirklich unterhaltsames Sachbuch, welches den Leser*innen auf humorvolle Weise näher bringt, wie das europäische Parlament funktioniert und was hinter den Kulissen abläuft. Eines meiner Highlights in diesem Jahr!

Klappentext:

Endlich verstehen, wie in Europa Politik gemacht wird.
Das Abenteuer beginnt im Frühjahr 2014. Unerwartet wird der ehemalige Titanic-Chefredakteur Martin Sonneborn ins EU-Parlament gewählt – als einziger Abgeordneter seiner Partei (Die Partei). Und da er schon mal da ist, beschließt er rauszufinden: Wie funktioniert Europa?
Am Anfang ist es wie eine Klassenfahrt für Erwachsene. Europäer mit 24 verschiedenen Muttersprachen treffen aufeinander. Sie kennen sich nicht, sollen aber gemeinsam Politik machen. Und es werden wilde Jahre: Es geht um die Vergrößerung der EU, den Brexit, Datenschutzrichtlinien, die Katalonienkrise und die Beziehungen zu den USA und zu Russland. Politik wird von Menschen gemacht. Von den Fraktionslosen wie dem polnischen Monarchisten, der das Frauenwahlrecht wieder abschaffen will, und Alessandra Mussolini, der Enkelin des Duce, die über Berlusconis legendäre Po-Liste ins Parlament gekommen ist, genauso wie von den Mitgliedern der großen Parteien.

Feminismus

Alte weiße Männer – Sophie Passmann [Rezension]

Donnerstag, Juni 27, 2019

Bestseller Feminismus Krawatte Interviews Sachbuch Kurzmeinung:

Durch das Buch "Alte weiße Männer" von Sophie Passmann habe ich inhaltlich wenig neues zum Thema Feminismus gelernt. Die Lektüre war dennoch keine Enttäuschung, denn Passmanns Schreibstil hat mir gut gefallen und ihre Analysen sind klug und interessant. Und außerdem schafft sie es, über dieses wichtige und komplexe Thema trotzdem mit viel Humor zu schreiben, ohne es jedoch ins Lächerliche zu ziehen. Eine schmale Gratwanderung, die Passmann sehr gut gelungen ist. Allerdings muss gesagt werden, dass die Autorin sich hier ausschließlich den Problemen weißer cis-Frauen annimmt. Von Intersektionalität fehlt hier jede Spur, was ich sehr schade finde.

Klappentext:

Sophie Passmann ist Feministin und so gar nicht einverstanden mit der Plattitüde, der alte weiße Mann sei an allem schuld. Sie will wissen, was hinter diesem Klischeebild steckt und fragt nach: Ab wann ist man ein alter weißer Mann? Und kann man vielleicht verhindern, einer zu werden? Sophie Passmann gehört zu einer neuen Generation junger Feministinnen; das sind Frauen, die stolz, laut und selbstbestimmt sind. Sie wollen Vorstandschefinnen werden oder Hausfrauen, Kinder kriegen oder Karriere machen oder beides. Und sie haben ein Feindbild, den alten weißen Mann. Dabei wurde nie genau geklärt, was der alte weiße Mann genau ist. Eines ist klar: Er hat Macht und er will diese Macht auf keinen Fall verlieren. Doch Sophie Passmann will Gewissheit statt billiger Punch-lines, deswegen trifft sie mächtige Männer, um mit ihnen darüber zu sprechen: »Sind Sie ein alter weißer Mann und wenn ja – warum?« Die Texte, die daraus entstanden sind, gehören zu den klügsten und gleichzeitig lustigsten, die man hierzulande finden kann.
Sophie Passmann war im Gespräch mit:
Christoph Amend, Micky Beisenherz, Kai Diekmann, Robert Habeck, Carl Jakob Haupt, Kevin Kühnert, Rainer Langhans, Sascha Lobo, Papa Passmann, Ulf Poschardt, Tim Raue, Marcel Reif, Peter Tauber, Jörg Thadeusz, Claus von Wagner

Bildband

166 Tage im All – Alexander Gerst [Rezension]

Freitag, August 03, 2018

Sachbuch ISS Weltraum Raumfahrt Spacenerd Bildband NASA ESA Astronaut Wie wird man Astronaut Kurzmeinung:

Ein großartiges Buch. Interessante Texte über das Leben des deutschen Astronauten Alexander Gerst auf der Raumstation ISS. Sehr informativ, dabei aber verständlich und sehr unterhaltsam. Die wunderschönen Bildaufnahmen unseres blauen Planeten geben einem fast das Gefühl, selbst einen kleinen Ausflug in den Weltraum unternommen zu haben.


Bewertung: 5 Sterne

Klappentext:

Mit seinen Bildern und Nachrichten von der Raumstation ISS hat er Hunderttausende auf der Erde begeistert: Jetzt zieht der deutsche Astronaut Alexander Gerst Bilanz aus 166 Tagen im All. Gemeinsam mit dem GEO-Reporter Lars Abromeit zeigt er die besten Fotografien seiner Reise und lässt die schönsten und spannendsten Augenblicke der "Blue Dot"-Mission nochmals aufleben. Eine Expedition zu den Sternen, die unser Weltbild verändert.

Über mich


Hallo, ich bin Julia, 28, und der Bücherwurm hinter dem Blog Leselust.
Seit 2016 blogge ich hier über Bücher, Literaturevents und was mich sonst so beschäftigt.
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